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Studierende der UdK und raumlaborberlin: FOOD 2017, Foto: Frank Sperling

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Aktuelle Veranstaltungen

ACHTUNG: Der ZKR-Sonntag Erinnern in Bildern am 17. Dezember 2017 muss aus organisatorischen Gründen leider abgesagt werden.

ZKR-Sonntag: Erinnern in Bildern | 17. Dezember 2017

Begleitend zur Ausstellung Blick Verschiebung laden wir einmal im Monat zum ZKR-SONNTAG ein. Führungen, Artist Talks und Vorträge, Workshops oder Screenings beschäftigen sich an diesem Tag jeweils mit einem ausgewählten Thema und beleuchten es in (fast) all seinen Facetten. 

12:00 Uhr Künstlerführung durch die Ausstellung mit Manfred Paul

Foto: Manfred Paul: Tableaus Mauerfall, 1989-1990, Tableau 1, SW Polaroids auf Tesco Baryt Glossy, 42,5 x 52,5 cm, Courtesy der Künstler
Foto: Manfred Paul: Tableaus Mauerfall, 1989-1990, Tableau 1, SW Polaroids auf Tesco Baryt Glossy, 42,5 x 52,5 cm, Courtesy der Künstler
In seinen Arbeiten setzt sich der Künstler und Fotograf Manfred Paul mit dem Vergehen von Zeit und Dingen auseinander. Seine aufs Wesentliche reduzierten Bilder geben feinfühlige Einblicke in eine scheinbar banale Alltagswelt und die Umwelt im Sozialismus. In Blick Verschiebung sind Arbeiten der Serie Tableaus Mauerfall von Manfred Paul zu sehen – mit Notizen versehene Polaroids, in denen der Künstler den Grenzstreifen unmittelbar nach dem Fall der Mauer einfängt. Manfred Paul und ZKR-Direktorin Katja Aßmann führen um 12 Uhr durch die Ausstellung Blick Verschiebung. Im Gespräch stellen sie die verschiedenen Positionen vor, erläutern historische Bezüge und lassen BesucherInnen an den Sichtweisen und Erfahrungen des Künstlers Manfred Paul teilhaben.

Über den Künstler: Manfred Paul wurde in Schraplau bei Halle geboren und zählt zu den wichtigsten Vertretern der Autorenfotografie. Nach seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig widmete er sich neben freien Projekten der Lehre und arbeitete als Dozent und Professor an Hochschulen in Berlin, Leipzig, München und Dresden.

Künstlerführung Blick Verschiebung
Sonntag, 17. Dezember 2017 | 12 Uhr
Teilnahme inkl. Eintritt zur Ausstellung 8 €

 

13:00 Uhr Screening Färblein und Q&A mit den Filmemachern

Bärbel Freund und Rainer Bellenbaum: Färblein, 1990, Film Still
Bärbel Freund und Rainer Bellenbaum: Färblein, 1990, Film Still
"Matte, ins Grau gehende Gelbs, verwaschene Blaus und ausgediente Rots, zarte Graus aller Schattierungen auf Zäunen, Balkonen, Tankstellen, Straßenbahnen; komponiert zu einem kleinen Gedicht über die Farben der ehemaligen DDR." (Renate Sami)

Die Berliner Filmemacher Bärbel Freund und Rainer Bellenbaum erforschen in ihrem Film Färblein die charakteristische Farbwelt der DDR. 1990 auf Kodak-Material in Ost-Berlin und Umgebung gedreht, fangen sie die besonderen Töne der Alltagswelt filmisch ein.  Ihre Farben finden sie an Schuppen und Zäunen, in Läden und auf Schildern, im Verkehr und auf Bänken, Wiesen oder in der Kleidung der Menschen. Einem visuellen Gedicht ähnelnd, widmet sich der Film der Farbpalette in der DDR, den Stilen und Bauweisen im Stadtbild, den Gebrauchsspuren an Alltagsgegenständen. In Färblein scheinen die vergangnenen Farben umso intensiver und vergegenwärtigen eine Alltagswelt, die heute längst Geschichte ist.

Zum ZKR-Sonntag Erinnern in Bildern wird Färblein in Anwesenheit der Filmemacher vorgeführt. Interessierte sind zum anschließenden Q&A mit Bärbel Freund und Rainer Bellenbaum eingeladen.

Screening: Färblein (21 min)
Sonntag, 17. Dezember 2017 | 13 Uhr
Eintritt 3 €  / Kombiticket Screening und Ausstellung 6 €

 

14:00 Uhr:  Bilder der Erinnerung  - Vergangenheit und Zukunft des Kunstarchivs Beeskow

Blick in das Kunstarchiv Beeskow, Foto: Kunstarchiv Beeskow, 2017
Blick in das Kunstarchiv Beeskow, Foto: Kunstarchiv Beeskow, 2017
Von Herbert Schirmer als Sammlungs- und Dokumentationszentrum Kunst der DDR initiiert, beherbergt das Kunstarchiv Beeskow heute rund 20.000 Objekte - darunter Gemälde, Druckgrafiken, Zeichnungen und Aquarelle, aber auch Fotografien, Plastiken und Kunstgewerbe. Der weit größte Teil gehörte vor 1989 den Parteien, staatlichen Einrichtungen und Organisationen der DDR. Zum ZKR-Sonntag Erinnern in Bildern blickt Herbert Schirmer auf die Gründungsphase des Archivs und die erste Aufarbeitung der umfangreichen Bestände. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin führt Dr. Angelika Weißbach seit 2015 eine Inventur der Kunstwerke durch. Den BesucherInnen im ZKR stellt sie den interessanten Bestand der Grafikmappen vor und zeigt erstmals Originale aus der unveröffentlichten Mappe Spurensuche. Abschließend wird Florentine Nadolni, seit diesem Jahr Leiterin des Kunstarchiv Beeskow, von neuen Standorten und geplanten Projekten berichten, um spannende Einblicke in die Zukunft des Kunstarchivs zu geben.

Gespräch: Bilder der Erinnerung - Vergangenheit und Zukunft des Kunstarchivs Beeskow
Sonntag, 17. Dezember 2017 | 14 Uhr
Eintritt 3 € / Kombiticket Gespräch und Ausstellung 6 €

 

15:30 Uhr Workshop Geister der Zukunft

Rechercheprojekt zu nicht realisierter DDR-Architektur der 1980er und frühen 1990er-Jahre

Ikarusflug, Entwurf Bersarinplatz von Enzmann & Ettel, 1985
Ikarusflug, Entwurf Bersarinplatz von Enzmann & Ettel, 1985
Mit der Wende 1989 wurden die Institutionen der DDR aufgelöst und ihre sozialistische Wirklichkeit wurde zur Geschichte. Dieser Einschnitt spiegelte sich auch massiv im Stadtbild wider: bereits begonnene Bauvorhaben der DDR wurden abgebrochen, zukünftige eingestellt. Gebäude, die sich während 1989 und 1990 bereits im Rohbau befanden, deren Fertigstellung dann aber politisch nicht gewollt war, wurden abgerissen.
Die architektonische Erinnerung an die DDR wurde auf diese Weise zu wesentlichen Teilen gelöscht. Heute existieren über die realen Bauruinen hinaus auch zahlreiche Ruinen im Archiv: die Pläne, Zeichnungen und Modelle all der nicht realisierten Architekturen. In ihrem Workshop Geister der Zukunft laden Sandra Teitge und  Franziska Pierwoss dazu ein, sich über nicht realisierte DDR-Bauten anhand von Fotos, Geschichten und Erinnerungen auszutauschen.  Die in Blick Verschiebung gezeigten Arbeiten dienen als Ausgangspunkt und werden mit eigenen Fotografien und Erinnerungen der Teilnehmenden verknüpft.
Die Anmeldung für den Workshop ist bei Nina Mende via E-Mail unter nm@zkr-berlin.de möglich.

Über die Workshop-Leiterinnen: Franziska Pierwoss lebt und arbeitet als Künstlerin und Organisatorin diverser kultureller Projekte in Berlin. Sandra Teitge arbeitet an der Grenze des Kuratorisch-Künstlerischen und forscht zu Themen, die sich zwischen Kunst, Architektur und dem Begriff des Kulinarischen bewegen.

Workshop: Geister der Zukunft
Sonntag, 17. Dezember 2017 | 15:30 Uhr
Eintritt 3 €
Kombiticket Workshop und Ausstellung 6 € | Tagesticket 9 €
Anmeldung bei Nina Mende unter nm@zkr-berlin.de

 


Montagsführung: Blick Verschiebung

Jeden Montag kann unsere Ausstellung Blick Verschiebung von morgens bis abends zum ermäßigten Eintrittspreis von 2,50 Euro besucht werden. Interessierte können zudem an der allwöchentlichen Führung am Montagnachmittag um 16:30 Uhr teilnehmen, um mehr über die vertretenen KünstlerInnen und ihre Werke sowie deren Hintergründe und Entstehungsorte zu erfahren. Eintritt und Führung kosten an diesem Tag nur 4 Euro – wenn das kein guter Wochenstart ist!

Über die Ausstellung: Die Gruppenausstellung Blick Verschiebung legt den Fokus auf vergehende Landschaften und urbane Strukturen in Ostdeutschland von der DDR über die Wendezeit bis in die Gegenwart. Ausgehend von Werken aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst sind fotografische und filmische Arbeiten von 22 ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, darunter Arno Fischer, Seiichi Furuya, Stephanie Steinkopf, Clemens von Wedemeyer und Tobias Zielony.
Die Werke in der Ausstellung Blick Verschiebung vermitteln eindrücklich die identitätsstiftende Bedeutung öffentlicher Räume und machen den allmählichen Wandel der neuen Bundesländer im Zuge der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland erfahrbar.

Jeden Montag, 16:30 Uhr
Teilnahme 4 Euro imkl. Eintritt zur Ausstellung

 

 


Vergangene Veranstaltungen

 

ZKR-Sonntag: Fotografie | 26. November 2017

Begleitend zur Ausstellung Blick Verschiebung laden wir einmal im Monat zum ZKR-SONNTAG ein. Führungen, Artist Talks und Vorträge, Workshops oder Screenings beschäftigen sich an diesem Tag jeweils mit einem ausgewählten Thema und beleuchten es in (fast) all seinen Facetten. 
Facebook Event

12 Uhr: Blick Verschiebung mit Sven Gatter und Katja Aßmann

Im freien Gespräch führen der Künstler Sven Gatter und ZKR-Direktorin Katja Aßmann durch die Ausstellung Blick Verschiebung. Während des Rundgangs stellen sie die präsentierten Positionen vor und berichten von den vielen Orten Ostdeutschlands, die Eingang in die Ausstellung gefunden haben. Dabei wird Sven Gatter auch seinen persönlichen Bezug zu den jeweiligen Motiven und seine Erfahrungen aus der künstlerischen Praxis einfließen lassen. Die Gelegenheit, eine ganz persönliche Führung zu erleben.

Über den Künstler: Sven Gatter wurde in Halle an der Saale geboren und entdeckte auf Reisen seine Leidenschaft für Fotografie. Zunächst studierte er Sozialpädagogik, später besuchte er die Ostkreuzschule für Fotografie Berlin und arbeitet seither als freier Fotograf. Gatters Serie Blütezeiten ist aus seinen fotografischen Streifzügen durch die eigene Heimat hervorgegangen und verknüpft Fotografien mit Gesprächsnotizen, eigenen Kindheitserinnerungen und Rechercheerkenntnissen.

Über die Ausstellung: Die Ausstellung Blick Verschiebung legt den Fokus auf vergehende Landschaften und urbane Strukturen in Ostdeutschland von der DDR über die Wendezeit bis in die Gegenwart. Ausgehend von Werken aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst (BLmK) sind fotografische und filmische Erkundungen von 22 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. weiterlesen...

Künstlerführung Blick Verschiebung
Sonntag, 26. November  2017 | 12 Uhr
Teilnahme inkl. Eintritt zur Ausstellung 8 €

 

14 Uhr: Ludwig Rauch über Biografie und Fotografie (... und warum sich beides bei ihm nicht trennen lässt

Ludwig Rauch war dreizehn, als er sein erstes Foto machte. Von da an ließ ihn die Fotografie nie mehr los. Die Welt eignete er sich durch seine Bilder an, durch sie begann er die Menschen, durch sie begann er sein Land zu verstehen. Die Macht der Bilder faszinierte ihn – auch wenn sie sich gelegentlich gegen ihn wendete. Ludwig Rauch, der als junger Berufsfotograf in der DDR Publikationsverbot erhielt und den Osten später verließ, arbeitete lange als Magazinfotograf für deutsche und internationale Top-Magazine. Heute ist er als freier Künstler tätig und lehrt an der renommierten Ostkreuzschule für Fotografie. In seinem Vortrag nimmt er uns mit auf eine Reise durch ein Fotografen- und Künstlerleben, das gleichzeitig Licht und Schatten auf die Entwicklung der Fotografie in den letzten drei Jahrzehnten wirft. 

Über den Künstler: Ludwig Rauch wurde in Leipzig geboren und lebt in Berlin. Er studierte Bildjournalismus an der Karl-Marx-Universität in Leipzig und erhielt bereits nach ersten Veröffentlichungen Publikationsverbot in der DDR. Nach seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig siedelte er nach West-Berlin um und arbeitet seitdem als freier Fotograf und Künstler. Rauch ist Mitbegründer der Kunstzeitschrift „neue bildende Kunst“ und seit 2009 Dozent an der Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin.

Vortrag: Ludwig Rauch über Biografie und Fotografie
Sonntag, 26. November 2017 | 14 Uhr
Eintritt 3 €  / 
Kombiticket Vortrag und Ausstellung 6 €

 

15:30 Uhr: Portfolio-Beratung mit Ludwig Rauch

Ludwig Rauch fotografierte für angesehene Printmedien weltweit und wurde mit seinen freien Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen unter anderem in Deutschland, Frankreich und den USA ausgestellt. Heute ist er als freier Künstler sowie als Dozent an der Ostkreuzschule für Fotografie tätig. Zur Mappenstunde haben Fotografinnen und Fotografen aller Erfahrungsstufen die Gelegenheit, ihm ein eigenes Fotoprojekt vorzustellen und von dem renommierten Fotografen Lob, Hinweise und konstruktive Kritik zu erfahren. Die Teilnahme an dieser Portfolio-Beratung ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung mit einem konkreten Projekt erwünscht. Anmeldung bis Mittwoch, den 22.11.2017 via E-Mail an Thea Dymke, td@zkr-berlin.de.

Mappenstunde mit Ludwig Rauch
Sonntag, 26. November 2017 | 15:30 Uhr
Kostenlose Teilnahme; Anmeldung via E-Mail an td@zkr-berlin.de 

 

15:30 Uhr: Das Salz der Erde 
Dokumentarfilm von Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado

Wim Wenders und Sebastião Salgado. © SWR/NFP/Donata Wenders
Wim Wenders und Sebastião Salgado. © SWR/NFP/Donata Wenders
Der Brasilianer Sebastião Salgado ist sozialdokumentarischer Fotograf und hat mit seinen Bildern jahrzehntelang Missstände auf der ganzen Welt festgehalten. Dabei ist Salgado stets darauf bedacht, die Würde der Opfer zu wahren. Der preisgekrönte Dokumentarfilm Das Salz der Erde widmet sich Leben und Werk des weltberühmten Fotografen. In dem Film erzählt Sebastião Salgado von internationalen Konflikten, Hungersnöten und Kriegen, aber auch von seinem Genesis-Projekt, mit dem er eine Hommage an die Schönheit der Natur geschaffen hat. In Ko-Regie zweier Regisseure entstanden, verknüpft der Film Aufnahmen von Salgados Sohn Juliano Ribeiro Salgado mit der Perspektive des renommierten Fotografen und Filmemachers Wim Wenders, der selbst ein Bewunderer Salgados ist.

Screening: Das Salz der Erde
Sonntag, 26. November 2017 | 15:30 Uhr
Eintritt 3 € /  Kombiticket Ausstellung und Screening 6 €

 

Finissage Zwischen Räumen

Kuratorenführung mit Christian Hiller 

Christian Hiller zur Eröffnung von Zwischen Räumen, Foto: Frank Sperling, 2017
Christian Hiller zur Eröffnung von Zwischen Räumen, Foto: Frank Sperling, 2017
In seiner Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen stellt der Kurator Christian Hiller das Schaffen des New Yorker Künstler Gordon Matta-Clark vor und zeigt dessen Bezüge zu den unterschiedlichen Künstlerpositionen der Ausstellung auf.
Zur Ausstellung: Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen sind ihm eingeschrieben? In der Ausstellung Zwischen Räumen setzen sich 15 KünstlerInnen mit Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüchen auseinander. Auf künstlerische Weise eignen sie sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen. Mehr Informationen...

Sonntag, 08. Oktober | 13 Uhr
Teilnahme 8 Euro, inkl. Eintritt zur Ausstellung

 

 

Artist Talk: Zwischen Kunst und Widerstand

Eine Annäherung an die ostdeutsche Malerin Annemirl Bauer

„Die Eingrenzung eines ganzen Volkes auf Dauer ist Gewalt und führt zur Isolierung und Entmündigung desselben“ – mit diesen Worten wandte sich die ostdeutsche Malerin und Grafikerin Annemirl Bauer 1984 in einem Brief an Willi Sitte, den Präsidenten des Verbands Bildender Künstler der DDR. Nach ihrem Studium an der Berliner Kunsthochschule Weißensee weist Bauer alle Versuche, sie als Informelle Mitarbeiterin (IM) anzuwerben, entschieden zurück. Schließlich wird die Künstlerin selbst zum „Operativen Vorgang“: Sie wird beobachtet und später in ihrer Arbeit systematisch behindert. Trotz des politischen Drucks setzt sich Bauer unnachgiebig für die Reisefreiheit der DDR-Bürgerinnen und -Bürger ein. Sie protestiert gegen die Mauer, gegen das Reiseverbot und gegen die Abschiebung von Andersdenkenden.
In unserem Artist Talk sprechen Amrei Bauer, Tochter der verstorbenen Malerin, und Kristina Volke, stellv. Leiterin und Kuratorin der Kunstsammlung im Deutschen Bundestag, über das Leben und Werk von Annemirl Bauer und thematisieren dabei auch die Spannungen zwischen Kunst, Politik und Widerstand in der DDR. Das Gespräch wird moderiert von Dr. Angelika Weißbach (Kunstarchiv Beeskow).

Donnerstag, 05. Oktober | 18:30 Uhr
Eintritt 3 €
Kombiticket Artist Talk und Ausstellung 6 €

Facebook Event

 IGA-Kunst im ZKR #5: Subbotnik. Vortrag mit Wurst

Mit Erik Göngrich und Cora Hegewald

Siebdruck, Erik Göngrich 2017, Foto: Friedrich Gahlbeck 1970
Siebdruck, Erik Göngrich 2017, Foto: Friedrich Gahlbeck 1970
Abgeleitet vom russischen Begriff subbota für Sonnabend, steht Subbotnik für unbezahlte sonnabendliche Arbeitseinsätze, wie sie in der DDR bis Mitte der 1960er-Jahre üblich waren.
Ab Ende der 1960er-Jahre von den Grünflächenämtern offiziell organisiert und zu VMI-Einsätzen (Volkswirtschaftlichen Masseninitiativen) unbenannt, blieb der Begriff Subbotnik dennoch fest im Volksmund verankert. Auch in Marzahn und Hellersdorf wurden zahlreiche Freiräume durch die kollektiven Arbeitseinsätze der BewohnerInnen gestaltet.

Erik Göngrich hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Subbotnik beschäftigt: Während der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 lädt der Künstler zu performativen Spaziergängen rund um den Kienberg ein, der seinerzeit durch Subbotnik-Aktionen bepflanzt wurde. Im Artist Talk „Subbotnik. Vortrag mit Wurst“ zeichnen Erik Göngrich und Cora Hegewald die Geschichte des Subbotnik nach, fragen nach seiner (revolutionären) Bedeutung in der DDR und nicht zuletzt nach seinem Potential für die Gegenwart. Und wie es sich für einen kollektiven Einsatz gehört, gibt es zur Stärkung etwas Verpflegung für die Gäste.

Über die Vortragenden: Erik Göngrich ist Künstler und Architekt. In seinen skulpturalen Interventionen untersucht er die Wahrnehmung und Nutzung öffentlicher Räume und ihr Transformationspotential. Cora Hegewald ist Kuratorin, arbeitet und lebt in Berlin. Ihre Interessen gelten kollaborativen, prozesshaften, dokumentarischen und recherchebasierten Praktiken im Kunstfeld, die häufig im öffentlichen Raum verortet sind.

Die Publikation „Subbotnik – Lenin und die Grünplanung in Marzahn-Hellersdorf“ ist ein gemeinsames Arbeits- und Rechercheprojekt von Cora Hegewald und Erik Göngrich und wird an Teilnehmende der Veranstaltung verteilt.

Samstag, 30. September | 15 Uhr
Eintritt 3 € / Kombiticket Artist Talk und Ausstellung 6 €

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Kuratorinnenführung Zwischen Räumen

Führung mit Nina Mende (ZKR)

Nina Mende zur Eröffnung der Ausstellung Zwischen Räumen, 2017, Foto: Frank Sperling
In ihrer Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen stellt die Kuratorin Nina Mende (ZKR) die unterschiedlichen Künstlerpositionen vor und nimmt dabei insbesondere das Zusammenspiel der jungen ZeitgenossInnen mit den radikalen Werken Gordon Matta-Clarks in den Blick.
Zur Ausstellung: Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen sind ihm eingeschrieben? In der Ausstellung Zwischen Räumen setzen sich 15 KünstlerInnen mit Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüchen auseinander. Auf künstlerische Weise eignen sie sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen. Mehr Informationen...

Sonntag, 23. Juli und Sonntag, 01. Oktober  | 15 Uhr
Teilnahme 8 Euro, inkl. Eintritt zur Ausstellung

 

 

IGA-Kunst im ZKR #4: Factories

Artist Talk mit Michael Sailstorfer

Factories auf der IGA Berlin 2017 (c) Foto: Frank Sperling
Factories auf der IGA Berlin 2017 (c) Foto: Frank Sperling
Für seine Arbeit „Factories“ installierte der Künstler Michael Sailstorfer drei Bienenkästen aus Beton auf dem Gelände der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017. Jeder Kasten beherbergte ein Bienenvolk und ein Modell für eine Skulptur. Im Laufe der IGA Berlin 2017 trugen die Bienen mit ihren Wabenanbauten zur langsamen Veränderung der Modelle bei. Von lokalen Imkern geerntet, werden die von den Bienen vollendeten Skulpturen schließlich in Bronze gegossen. Die zunächst äußerlich schlichten, einheitlichen Betonkästen verwandeln sich in einzigartige Skulpturen, präsentiert auf ihren eigenen Produktionsorten – den „Factories“.

In seinen Werken setzt sich Michael Sailstorfer immer wieder mit dem Kontrast zwischen dem Natürlichen und dem vom Menschen Geschaffenen auseinander – ob durch Putzen des Waldbodens (Waldputz, 2000) oder mittels von der Decke hängenden Bäumen, die ihr eigenes Laub vom Boden fegen (Forst, 2012). Ausgehend von seiner Arbeit „Factories“ wird Michael Sailstorfer über ausgewählte Projekte und ihren wiederkehrenden Bezug zu Natur und Umwelt sprechen.

Donnerstag, 21. September | 18:30 Uhr
Eintritt 3 €
Kombiticket Artist Talk und Ausstellung 6 €

 

 

Art Week Special: Raum und Körper

Kuratorinnenführung, Tanzworkshop und Screening

Workshop mit Diana Sirianni, Film Still: Diana Sirianni
Der letzte Tag der diesjährigen BERLIN ART WEEK steht im ZKR ganz im Zeichen der Körper-Raum-Beziehungen. Von 11 bis 17 Uhr laden wir zu verschiedenen Veranstaltungen ein.

Sonntag, 17. September | 11 - 12:30 UHR: KURATORINNENFÜHRUNG MIT KATJA AßMANN
Die ZKR-Direktorin führt durch unsere aktuelle Ausstellung Zwischen Räumen und stellt die Bezüge zwischen zeitgenössischen Positionen und den radikalen Arbeiten Gordon Matta-Clarks sowie den präsentierten Künstlerinnen aus der DDR vor.

Teilnahme: 8 €, inklusive Eintritt zur Ausstellung

Sonntag, 17. September | 13 - 16 UHR: CONTACT-LENSES. TANZWORKSHOP MIT DIANA SIRIANNI UND NAAMA ITYEL
Wie orientieren wir uns im Raum? Auf welche Weise können sinnliche Erfahrungen unser Raumverständnis erweitern und dadurch eine aktivere Kunstbetrachtung befördern?
Der von der Künstlerin Diana Sirianni und der Tänzerin und Coreographin Naama Ityel entwickelte Workshop CONTACT-LENSES erkundet neue Möglichkeiten der Orientierung im Raum. Denn unsere alltägliche Wahrnehmung ist vor allem frontal ausgerichtet: Wir arbeiten am Computer, schauen auf unser Smartphone, lesen am Bildschirm oder betrachten unser Gegenüber.
Der Tanzworkshop bezieht sich auf Siriannis ortsspezifische Arbeit Marta im ZKR und will Teilnehmenden ganzheitliche Raumerfahrungen vermitteln, die Körper, Emotionen und Instinkte bewusst miteinbeziehen.

Teilnahme: 8 €, inklusive Eintritt zur Ausstellung
Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 15 Personen begrenzt. Anmeldung bis zum 13. September via E-Mail an: info@zkr-berlin.de
Der Workshop findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Sonntag, 17. September | 16 UHR: SCREENING CROSSED WORDS: GORDON MATTA-CLARK'S FRIENDS
Ab 16 Uhr zeigen wir Matías Cardones Film Crossed Words: Matta Clark ́s Friends. Die Dokumentation nutzt Archivmaterial sowie Foto- und Filmaufnahmen unterschiedlicher Performances, um das Leben von Gordon Matta-Clark in den New Yorker Vororten der 1970er und 1980er-Jahre zu erzählen.

Das Screening ist kostenfrei.

Sonntag, 17. September 11- 17 Uhr
Teilnahmegebühr variiert je nach Veranstaltung, siehe oben

 

 

In Conversation 

Zwischen Räumen mit Jane Crawford und Tomás Saraceno

Tomás Saraceno: DDO 210/M+M, 2017; an der Wand: Gordon Matta-Clark: Realty Positions: Fake Estate "49th Street(w/dogs)", 1978. Installationsansicht im ZKR (Foto: Frank Sperling)
Tomás Saraceno: DDO 210/M+M, 2017; an der Wand: Gordon Matta-Clark: Realty Positions: Fake Estate "49th Street(w/dogs)", 1978. Installationsansicht im ZKR (Foto: Frank Sperling)
Anlässlich der aktuellen Ausstellung Zwischen Räumen sind Jane Crawford (Filmemacherin und frühere Ehefrau von Gordon Matta-Clark) und der Künstler Tomás Saraceno zu Gast im ZKR. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung sprechen sie unter anderem über die Werke von Gordon Matta-Clark und ihre Relevanz für die Gegenwart sowie über interdisziplinäre Ansätze in der zeitgenössischen Kunst. Das Gespräch wird moderiert von Katja Aßmann (Direktorin ZKR), BesucherInnen sind herzlich eingeladen sich dem Rundgang anzuschließen.

Die Plätze für die Führung sind begrenzt; Anmeldung via E-Mail: info@zkr-berlin.de

Donnerstag, 7. Sepetmber 2017 | 19 Uhr
Teilnahme 8 € (inkl. Eintritt zur Ausstellung)

 

 

Tag des offenen Denkmals 2017

Schloss Biesdorf nach der Sanieurung 2016, Foto: Frank Sperling
Schloss Biesdorf nach der Sanieurung 2016, Foto: Frank Sperling
Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals am 09. und 10. September 2017 laden das ZKR und die Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf e.V. ein zu Führungen und einem Vortrag über Haus, Historie und die aktuelle Ausstellung Zwischen Räumen. Parallel ist die Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Seht, welch kostbares Erbe! zu sehen.

Programm Samstag, 09. September 2017
11 und 14 Uhr: Führung durch das Haus (Treffpunkt: Hauseingang)
12 und 15 Uhr: Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen

Programm Sonntag,10.9.2017
11 und 14:30 Uhr: Führung durch das Haus (Treffpunkt: Hauseingang)
12 und 15.30 Uhr: Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen
13 Uhr: Vortrag im Vortragsraum (1. OG) von Dr. Peter Schabe und Dr. Heinrich Niemann:
Schloss Biesdorf - Herrschaftliche Villa wird Ort der Kultur

Samstag 9. und Sonntag 10 . Septmber 2017 | 10 - 18 Uhr
Eintritt frei

 

 

Kuratorenführung: Zwischen Räumen

Führung mit José Delano in englischer Sprache

In seiner Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen stellt der Kurator José Delano das Schaffen des New Yorker Künstler Gordon Matta-Clark vor und zeigt dessen Bezüge zu den unterschiedlichen Künstlerpositionen der Ausstellung auf.
Zur Ausstellung: Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen sind ihm eingeschrieben? In der Ausstellung Zwischen Räumen setzen sich 15 KünstlerInnen mit Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüchen auseinander. Auf künstlerische Weise eignen sie sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen. Mehr Informationen...

Sonntag, 03. September | 11 Uhr
Teilnahme 8 Euro, inkl. Eintritt zur Ausstellung

 

 

Ferienprogramm: Sommer-Workshops für Kinder und Jugendliche

Jugend im Museum 23. - 25. August 2017 & 
Open Air Kunsttage mit der Jugendkunstschule 28. – 30. August 2017

Markus Spiske, kein Titel, Quelle: unsplash.com
Markus Spiske, kein Titel, Quelle: unsplash.com
Während der Sommerferien erobert der Nachwuchs gleich zweimal das ZKR und den Schlosspark. Beim Jugend im Museum-Workshop vom 23. – 25. August 2017 besuchen die Teilnehmenden unsere Ausstellung, untersuchen die Pflanzenwelt im Park und erwecken diese mithilfe digitaler Filmtechnik zum Leben.
Teilnahmegebühr: 54 Euro
Anmeldung via E-Mail: info@jugend-im-museum.de

 

 

Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern der Jugendkunstschule können Kinder und Jugendliche Schloss Biesdorf und den Park (neu) entdecken.
Jeden Tag werden von 10- 13 Uhr parallel 6 kostenfreie Workshops angeboten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist:

  1. Collage/Decollage: Nach einem Ausstellungsbesuch im Schloss werden die Eindrücke reflektiert und Ideen für eigene Fotos entwickelt und umgesetzt. Danach geht es ans Bearbeiten, Zerschneiden und neu Komponieren. Leitung: Stefan Bast
  2. Bewegte Installationen: Hier schaffen wir Architekturen aus Papier und Pappmaché, die später als Mobilés im Park installiert werden können. Leitung: Sandra Schmidt
  3. Druckgrafik: Traditioneller Hochdruck mit ungewöhnlichen Materialien. Überraschungen garantiert! Leitung: Jan Gasser
  4. Street-Art mit Stencils: Es wird gesprayed durch Architektur und Raum. Leitung: Thomas Theus
  5. Performance: Nach einem Ausstellungsbesuch wird erprobt, wie sogar der eigene Körper zu einer Art Architektur werden kann. Leitung:  Carla Morera Cruzate
  6. Tanz und Schauspiel: Tänzerisch werden zur Musik Schloss und Park erobert – so entsteht ein ausdrucksvolles Körpertheater. Leitung: Maike Bartz

    Für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen, jeweils 10-13 Uhr .

    Das Angebot ist kostenfrei; um vorherige Anmeldung via E-Mail wird gebeten unter: jks.berlin.mh@gmail.com

 

 

IGA-Kunst im ZKR #3: Durchleuchtung / Learning from Gordon Matta-Clark

Artist Talk mit Martin Kaltwasser

Martin Kaltwasser zum Kunstrundgang der IGA Berlin 2017, Foto: Frank Sperling, 2017
Leben und Werk des New Yorker Künstlers Gordon Matta-Clark (1943-1978) sind für Martin Kaltwasser bis heute wichtige Inspirationsquellen. Der Umgang mit leerstehenden Gebäuden und vorgefundenen Materialien ist für Kaltwassers künstlerisches Werk ebenso bezeichnend, wie eine Arbeitsweise abseits der Kunstinstitutionen, die vielmehr den Prozess als ein vollendetes Werk betont. Im Rahmen der Ausstellung „Hausbrand“ im Jahr 1996 widmete sich Kaltwasser einem Haus in der ehemaligen Textilindustriestadt Lichtenstein, das ebenso wie viele andere Gebäude zum Abriss vorgesehen war. Sein Plan war klar: Learning from Gordon Matta-Clark. Im Laufe seiner mehrtägigen Arbeit an und in dem Haus machte der Künstler jedoch einen überraschenden Fund, der das gesamte Projekt urplötzlich in ein neues Licht stellte. In unserem Artist Talk zeigt Martin Kaltwasser erstmals öffentlich Fotos seines Werkes „Durchleuchtung“ und wird im Laufe des Abends auch das Geheimnis um jene folgenreiche Entdeckung lüften.

Über den Künstler: Martin Kaltwasser, geb. 1965 in Münster, lebt in Berlin. Er arbeitet als Künstler und Architekt solo und kollaborativ vor allem im öffentlichen Raum an Projekten, die sich kritisch mit Formen des Konsums, der Verschwendung von Ressourcen und Mobilität auseinandersetzen. Dabei verwendet er sehr häufig gefundene Materialien für seine skulpturalen Interventionen.

Samstag, 26. August | 15 Uhr
Eintritt 3 € / Kombiticket Artist Talk und Ausstellung 6 €

 

 

Künstlerinnenführung: Zwischen Räumen

Mit Ursula Strozynski und Dr. Angelika Weißbach

Ursula Strozynski und Dr. Angelika Weißbach zur Eröffnung der Ausstellung Zwischen Räumen, Foto: Frank Sperling 2017
Die Berliner Grafikerin Ursula Strozynski bietet eine sehr persönliche Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen an, auf in der auch ihre eigenen Arbeiten zu sehen sind. Dabei interessiert sich Strozynski weniger für die biographischen oder historischen Hintergründe der einzelnen Positionen, sondern vor allem für die gezeigten Werke selbst. Besucherinnen sind eingeladen, während des gemeinsamen Rundgangs mit ihr und der Kuratorin Dr. Angelika Weißbach Details zu entdecken, Fragen aufzuwerfen und Geschichten zu erzählen. Man darf gespannt sein, wie sich die Künstlerin den radikalen Aktionen des New Yorkers Gordon Matta-Clark und den Zeichnungen, Fotos und Installationen ihrer Berliner KollegInnen nähert.

Über die Künstlerin: Ursula Strozynski kam 1954 in Dingelstädt, Thüringen, zur Welt und studierte in Dresden Architektur. 1976 kam sie nach Berlin, wo sie ein Jahr später begann als freie Grafikerin und Malerin zu arbeiten. Seit 1988 lebt und arbeitet sie in Berlin-Pankow.

Samstag, 12. August 2017 | 15 Uhr
Kombiticket Führung und Ausstellung 6 €

 

 

Lange Nacht der Museen: ANSPIEL

Ein Blick hinter die Kulissen mit Seraphina Lenz und Expressführungen

Seraphina Lenz : ANSPIEL: Probe 2017
ANSPIEL von Seraphina Lenz setzt das Verhältnis der BürgerInnen in Marzahn-Hellersdorf zur Internationalen Gartenausstellung IGA Berlin 2017 in Szene. Wie denken Menschen über diese Veränderung ihrer Umgebung? Spielerisch werden Möglichkeiten des öffentlichen (Aus-)Handelns vorgeschlagen und das Stadtbild einbezogen: ob als Plattenbau, englisches Cottage oder Seilbahnkabine. Zur Museumsnacht können BesucherInnen Geschichten der Mitspielenden erfahren, Filme anschauen oder selbst aktiv werden.

ANSPIEL - Ein Blick hinter die Kulissen mit Seraphina Lenz ist Teil der Reihe IGA-Kunst im ZKR.

Zusätzlich werden an diesem Abend Expressführungen (Länge ca. 20 Minuten) durch die Ausstellung Zwischen Räumen angeboten.

Samstag, 19. August 2017 | 18 - 02 Uhr
Eintritt nur mit dem Ticket zur Langen Nacht der Museen möglich
Eintritt 18 €, ermäßigt 12 €

 

 

 

Artist Talk: Architekturen im Verschwinden

Mit Isa Melsheimer

IsaMelsheimer zur Eröffnung der Ausstellung Zwischen Räumen im ZKR, Foto: Frank Sperling 2017
Wie werden Bauwerke über die Zeit verwandelt und umgenutzt? Und inwiefern lassen sich anhand dieser Entwicklungen Zeit und Zeitgeist ablesen?
Die Künstlerin Isa Melsheimer setzt sich immer wieder mit den wechselhaften Schicksalen von Gebäuden und Stadtlandschaften auseinander. In der Ausstellung Zwischen Räumen inszeniert sie mit ihrer Arbeit Kaispeicher A die zukünftige Zerstörung der Hamburger Elbphilarmonie. Der Prestigebau thront heute auf dem ehemaligen Kaispeicher A – ein ehemals modernes Lagergebäude, das seiner ursprünglichen Bestimmung längst enthoben wurde und nun lediglich als Fundament des Konzerthauses dient.
In ihrem Artist Talk Architekturen im Verschwinden wird Isa Melsheimer über die Transformation von Gebäuden sprechen und beleuchten, welche Symbolkraft ihnen als Gradmesser der Zeit innewohnt.

Über die Künstlerin: Isa Melsheimer wurde 1969 in Neuss geboren und studierte an der Universität der Künste Berlin. In ihren Plastiken und Versuchsanordnungen setzt sie sich mit der Gestaltung und Veränderung urbaner Räume und deren Architekturen auseinander. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Donnerstag, 10. August 2017 | 18.30 Uhr
Eintritt 3 € / Kombiticket Artist Talk und Ausstellung 6 €

 

 

IGA-Kunst im ZKR #1: Unkrautabend

Artist Talk with Jeanne van Heeswijk

Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Foto: IGA Berlin 2017
There is no biological definition for Unkraut. A plant is an Unkraut as soon as it is unwanted in a certain place. What does this subjectivity mean? What does it say about what is unwanted in our lives, in society? What are the forms of resistance and resilience of the unwanted?

As the initiator of the IGA art project "Unkrautlabor. A Public Faculty about Resistance" Jeanne van Heeswijk will talk about Unkraut as a metaphor and about communities of resistance. She will open up a forum for a joint discussion on political uncertainties and how to practice resistance.

Special guests of this "Unkrautabend" are De Onkruidenier. They will prepare Unkrautpesto and Unkrautdrinks for the guests and present the hidden qualities of Unkraut.

Jeanne van Heeswijk is a visual artist who creates contexts for interaction in public spaces. Her projects distinguish themselves through a strong social involvement. With her work Van Heeswijk stimulates and develops cultural production and creates new public (meeting-)spaces or remodels existing ones.

Donnerstag, 27. Juli | 19 Uhr
Eintritt 3 Euro
Kombiticket Veranstaltung und Ausstellung 6 Euro

 

 

 Artist Talk: Urbane Archäologie

Andrea Pichl im Gespräch mit Christian Hiller

Andrea Pichl: Bau auf, bau auf, 2010-2017, Farbfotografien
Andrea Pichl: Bau auf, bau auf, 2010-2017, Farbfotografien
Die Arbeiten der Berliner Künstlerin Andrea Pichl bilden in der Ausstellung Zwischen Räumen einen zentralen zeitgenössischen Verbindungsknoten zwischen dem Werk von Gordon Matta-Clark und der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Stadtraum Ost-Berlins.
In ihrem Fokus stehen Architekturen aus Ost und West, wie Regierungsgebäude, Massenwohnungsbau und öffentliche Orte, die repräsentativ für die politischen Systeme, ihre Visionen und Widersprüche stehen. Als ein Ausgangspunkt dient Pichl ihr stetig wachsendes Fotoarchiv von Plattenbauten und öffentlichen Plätzen der ehemaligen DDR, aber auch westlicher Großstädte wie London, Paris, New York oder Dublin. Hierbei interessiert sie weniger die dahinterliegende Ideologie selbst als vielmehr die Kuriositäten, die ihren Umsetzungen in Architektur und Städtebau entspringen.

Im Gespräch mit dem Kurator Christian Hiller stellt Pichl ihre Arbeitsweisen vor und gibt Einblicke, wie sie sich gesellschaftlichen Ordnungen im Sinner einer urbanen Archäologie annähert.

Donnerstag, 20. Juli 2017 | 18.30 Uhr
Eintritt 3 Euro
Kombiticket Veranstaltung und Ausstellung 6 Euro

 

 

 

Lecture: Arch+ features Zwischen Räumen

Ein Vortrag von Mark Wigley zu Gordon Matta-Clarks Anarchitecture

Gordon Matta-Clark, Splitting, 1974 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / The Estate of Gordon Matta-Clark
Gordon Matta-Clark, Splitting, 1974 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / The Estate of Gordon Matta-Clark
Im Frühjahr 1974 zerschnitt der New Yorker Architekt und Künstler Gordon Matta-Clark ein Einfamilienhaus mit der Kettensäge in zwei Teile. Wie bei einer chirurgischen Autopsie, legte er das Innere des Gebäudes frei und verwandelte so auf verstörende Weise die Wahrnehmung des vormals behaglichen Eigenheims. Die Künstlerin Laurie Anderson bezeichnete diesen Eingriff als ‚Anarchitecture‘. Mit Matta-Clark sowie weiteren Künstlern und Architekten bildete sie die gleichnamige Gruppe Anarchitecture, die mit ihrer Ausstellung im Jahr 1974 zu einem Mythos geworden ist. Überliefert sind eine Einladungskarte und ein paar Fotos. Sie zeigen zerstörte Häuser, Straßenkreuzungen, einen entgleisten Zug und ein Haus auf einem Boot. Programmatische Ausgangspunkte für das Werk von Gordon Matta-Clark ist sein Ansatz, die Grenzen der Architektur und des öffentlichen Raums zu dekonstruieren.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Über Mark Wigley:  Mark Wigley ist Professor und Dean emeritus der Columbia GSAPP. Mit Beatriz Colomina kuratierte er die Istanbul Design Biennial 2016. Er forscht seit vielen Jahren zu Gordon Matta-Clark. In einer forensischen Spurensuche analysiert er Anarchitecture, das Œuvre von Gordon Matta-Clark und das Wesen der Architektur.

Sonntag, 16. Juli 2017 | 15 Uhr
Eintritt frei

Anschließend ARCH+ Sommerfest mit einem Act des Rappers Jan Kage ab 16:30 Uhr

 

 

Die Kunst der Politik

Ein Abend über den Biesdorfer Maler und Kulturpolitiker Otto Nagel

Otto Nagel, Bundesarchiv Bild, Erstellt: 1950
Otto Nagel, Bundesarchiv Bild, Erstellt: 1950
Otto Nagel lebte bis zu seinem Tode am 12. Juli 1967 in Berlin-Biesdorf. Zu seinen 50. Todestag widmen das ZKR und das Kulturamt des Bezirks Marzahn-Hellersdorf dem Maler und Kulturpolitiker eine Sonderveranstaltung.

Wolfgang Brauers Vortrag Hochgeehrt und kaltgestellt. Otto Nagels Biesdorfer Jahre sowie der von Mathias J. Blochwitz eingeführte Dokumentarfilm  ... als ob es gestern war. Walli Nagel betrachtet ihr Leben von Wolfgang Dietzel bieten Gelegenheit, die Person Otto Nagel und seine Frau Walli von einer ganz persönlichen Seite kennenzulernen.


Mittwoch, 12. Juli 2017 | 18 – 21 Uhr

Eintritt frei

 

 

Ausstellungsrundgang: Tracing Utopia

Mit deutsch-chinesischen Nachwuchskuratoren auf den Spuren utopischen Denkens

Hausansicht Shanghai, Tracing Utopia, IKM 2017, Foto: Angelika Diegel
Jeweils sechs junge Nachwuchskuratoren und -kuratorinnen aus Deutschland und China inszenieren im ZKR einen gemeinsamen Kunstparcours zum Thema Utopie. Inspiriert durch die kuratorische Arbeit der documenta in Kassel und der Skulptur Projekte in Münster entstehen eine temporäre Ausstellung im ZKR nebst verschiedenen Performances im Außenraum, darunter eine ornithologische Führung durch den Schlosspark. Tracing Utopia untersucht utopisches Denken mit künstlerischen Mitteln und wird in der Kunststiftung Starke in Berlin-Grunewald sowie im ZKR und dem angrenzenden Schlosspark präsentiert.

Ein Projekt des Instituts für Kultur- und Medienmanagement (IKM) der Freien Universität Berlin und der Central Academy of Fine Arts (CAFA), Beijing in Kooperation mit dem ZKR.

Mit freundlicher Unterstützung von Stromnetz Berlin

Künstlerpositionen: Dominik Annies, Chen Baiyi, Janosch Becker, Florian Birk, Juan Blanco, Felipe Duarte, Shi Fu, Philipp Hainke, Lisa Herzog, Fangling Huang, Qin Lingsen, Luo Qiang, Li Quing, Ana Esteve Reig, Natalia Irina Roman, Liu Shihao, André Stache, Deo Gisa Brian Senyondo, Annika Stoll, Daniel Theis, Sabine Maria Voltz, Victoria Wald, Tao Xia, Yan Xiang, Ligeng Zhang

Donnerstag, 06. Juli 2017 | 16 - 22 Uhr
Grußwort und Einführung: 19 Uhr
Schlosspark Biesdorf
Eintritt frei  

 

 

Performance: Schwarze Kanäle

Mit Else Gabriel und Studierenden der Weißensee Kunsthochschule Berlin

William S. Burroughs, "Towers Open Fire", Collage Prof. Else Gabriel
Ihre Inspirationsquellen reichen von der propagandistischen DDR-Fernsehsendung Der Schwarze Kanal mit Karl-Eduard von Schnitzler über die Mechanismen der Stillen Post bis zu den Regenrohren  von Schloss Biesdorf: In einer mehrtägigen Raumstudie und begleitenden Feldforschungen erkunden die Künstlerin und Professorin Else Gabriel und Studierende der Weißensee Kunsthochschule Berlin das ZKR und die Ausstellung Zwischen Räumen sowie den umliegenden Park. Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse präsentieren die Studierenden in Form der Performance „Schwarze Kanäle“ am Samstag, den 10. Juni ab 15 Uhr. Minimalinvasive Eingriffe treffen auf eine klassizistische Turmvilla, einen historischen Schlosspark und den umliegenden Stadtraum. Die erste Uraufführung im ZKR!

Samstag, 10. Juni 2017 | 15 Uhr
Eintritt frei

 

 

Kuratorenführung: Zwischen Räumen

Führung mit Katja Aßmann (ZKR) und Dr. Angelika Weißbach (Kunstarchiv Beeskow)

 

Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen und Machtgefüge sind ihm eingeschrieben? Und mit welchen künstlerischen Mitteln können sie sichtbar gemacht oder überwunden werden?

In der Ausstellung Zwischen Räumen beleuchten 15 KünstlerInnen Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüche. Die Ausstellung setzt Werke von Gordon Matta-Clark und Sichten auf den Stadtraum Ost-Berlins in einen Dialog mit aktuellen Positionen. Vom New York der 1970er Jahre, über Ost-Berlin in den 1980ern bis hin zum globalen Dorf der Gegenwart vereint die Schau unterschiedliche Bezugsräume – und bewegt sich damit selbst „wwischen Räumen“. Die gezeigten KünstlerInnen eignen sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen.

Am Sonntag, den 11 Juni um 11 Uhr führen die ZKR-Direktorin Katja Aßmann und Dr. Angelika Weißbach vom Kunstarchiv Beeskow gemeinsam durch die Ausstellung.

Künstlerpositionen:

Annemirl Bauer (DEU), Sibylle Bergemann (DEU), Simon Faithfull (UK), Antje Fretwurst-Colberg (DEU), Brigitte Fugmann (DEU), raumlaborberlin (DEU), Gordon Matta-Clark (US), Isa Melsheimer (DEU), Sabine Peuckert (DEU), Andrea Pichl (DEU), Marjetica Potrč (SVN), KUNSTrePUBLIK (DEU), Tomás Saraceno (ARG), Diana Sirianni (ITA), Ursula Strozynski (DEU)

Sonntag, 11. Juni 2017 | 11 Uhr
Eintritt: 8 Euro inkl. Ausstellungseintritt

 

 

Diskursives Dinner: FOOD 2017

Eine Reflexion auf Gordon Matta-Clark mit raumlaborberlin und Studierenden der Universität der Künste Berlin

Food 2017 mit Prof. Markus Bader und Studierenden der Universität der Künste Berlin
Gemeinsam mit seiner Freundin Carol Goodden und anderen Künstlern gründete Gordon Matta-Clark 1971 das Restaurant und die gleichnamige Künstler-Kooperative „Food“. Im New York der 1970er wurde Food binnen kurzer Zeit zur Plattform und zum Treffpunkt der Kunstszene, um zu kochen, zu tanzen, zu diskutieren und gemeinsame Aktionen ins Leben zu rufen.
Mit Food 2017 – Kulinarische Leidenschaften und Kunstproduktion lassen raumlaborberlin und Studierende der Universität der Künste Berlin diesen Geist wieder aufleben und laden am 1. Juni 2017 zu einem diskursiven Dinner ins ZKR. Dabei wird das Kochen zur „raumgebenden“ Performance mit GastköchInnen und ReferentInnen der UdK Berlin –unter ihnen die international renommierte Architektin und Künstlerin Marjetica Potrč und das Berliner Künstlerduo Various & Gould. Wir freuen uns über jeden, der mitwirken möchte.

Über das Kollektiv: Seit 1999 arbeitet raumlabor, bestehend aus acht Architekten, in einer kollektiven Netzwerkstruktur zusammen. Ausgehend von Berlin wirken sie an den Schnittstellen zwischen Architektur, Stadtplanung, Kunst und Intervention. In ihren Projekten adressieren sie Raum, Stadt und Stadtumbau als kulturelles Projekt und als Prozess.

Begrenzte Platzzahl. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich: td@zkr-berlin.de

 

 

Artist Talk: The Soweto Project – or how we became irrelevant

Artist Talk mit Marjetica Potrč und Christian Hiller

Matjetica Potrc: Ubuntu Park All rights reserved by Radoš Vujaklija
Matjetica Potrc: Ubuntu Park All rights reserved by Radoš Vujaklija
Soweto liegt in der Südafrikanischen Metropolregion Johannesburg. Aus dem Zusammenschluss mehrere Township-Siedlungen entstanden, wurde es mit dem „Aufstand von Soweto“ 1976 zum Sinnbild des Widerstands gegen die Apartheid. 2014 entwickelte die slowenische Künstlerin Marjetica Potrč mit Studierenden der HFBK Hamburg ein Projekt im Zentrum von Soweto. Mit „Ubuntu Park“ verwandelten sie eine verwahrloste Mülldeponie in einen gemeinschaftlich organisierten Ort für die Nachbarschaft. Ein öffentlicher Raum, der lange Zeit Symbol staatlich angeordneter Rassentrennung war, wurde so gemeinschaftlich neu gestaltet und genutzt. Bei unserem nächsten Artist Talk „The Soweto Project – or how we became irrelevant“ stellt Marjetica Potrč das Projekt zusammen mit Nuriye Tohermes und Finn Brüggemann aus der Klasse Design for the Living World der HFBK Hochschule für bildende Künste Hamburg im Rahmen der Ausstellung Zwischen Räumen im ZKR vor.

Die Veranstaltung wird von Christian Hiller moderiert und in englischer Sprache stattfinden.

Zur Künstlerin: Marjetica Potrč arbeitet als Künstlerin und Architektin in Ljubljana (Slowenien) und Berlin. Ihr interdisziplinäres künstlerisches Werk umfasst ortsspezifische Arbeiten, soziale Projekte, architektonische Fallstudien und Zeichnungen.

 

 

Lecture Performance: Buster Keaton & das zweite Gesetz der Thermodynamik

 Lecture Performance mit Simon Faithfull

Links: Buster Keaton, One Week, 1920 (Film Still); Rechts: Gordon Matta-Clark, Splitting, 1974 (Photograph
​ ​Buster Keaton war nicht nur prägender Filmemacher des frühen 20. Jahrhunderts, sondern  auch inspirierender Bildhauer und Performer. In Keatons (Film-) Welten steht der Protagonist einem feindlichen Universum gegenüber, in dem alles Mögliche buchstäblich schiefgeht. Die Betrachter entwickeln Mitgefühl für seinen Figur, die dieser Entropie heldenhaft – aber aussichtlos – die Stirn bietet. Zu den künstlerischen Erben Keatons zählt nicht zuletzt der New Yorker Künstler Gordon Matta Clark. Mit seiner performativen Lesung 'Buster Keaton & The 2nd Law of Thermodynamics' (Buster Keaton und das zweite Gesetz der Thermodynamik) beleuchtet Simon Faithfull die Kräfte der Entropie und ihre künstlerische Rolle sowohl im Werk von Gordon Matta-Clarks als auch in den Filmen von Buster Keaton.

 

 

Tour: Marzahn-Spaziergang mit Erik Göngrich

Ein künstlerische Erkundung

Die zwei Nachbarbezirke Marzahn und Lichtenberg verbindet mehr als ihre geographische Lage im Osten Berlins. Nach ihrem Verhältnis fragt Erik Göngrich in seinen Stadtspaziergängen: Ist Marzahn die Peripherie von Lichtenberg oder ist Lichtenberg das Zentrum von Marzahn? Wie gehen die Stadtlandschaften beider Bezirke ineinander über – und an welchen Stellen ist der Städtebau bisher lückenhaft? Der Berliner Künstler untersucht den Stadtraum und seine Geschichten, schärft den Blick für scheinbar Gewöhnliches und sucht Möglichkeiten, den urbanen Raum zurückzuerobern. Durch Lichtenberg ist Göngrich bereits spaziert; am Sonntag, den 26. März 2017 lädt er erstmals zum Spaziergang nach Marzahn.

 

 

Artist Talk: Wem gehört die Natur? 

Mit Olaf Wegewitz und Jeannette Brabenetz

Fragen der Zugehörigkeit und Aneignung von Boden und Natur beschäftigen den Künstler Olaf Wegwitz bereits seit den 1980er Jahren. In seiner Idee „Respektiertes Areal“, zuerst künstlerisch umgesetzt 2006 auf der Halde Beerwalde, fordert er, Bodenflächen aus dem Grundbuch austragen, um sie der Natur zurückzugeben. Wegewitz ersetzt Ökonomie durch Ökologie – und formuliert damit eine Leitidee seines künstlerischen Werks. Wegewitz beobachtet Naturprozesse und studiert naturphilosophische Schriften. Die so gesammelten Erkenntnisse fließen in die „Bucharbeit“ des Künstlers ebenso ein, wie in seine Arbeiten für den öffentlichen Raum.
Bei unserem Artist Talk „Wem gehört die Natur?“ am 30. März 2017 um 19 Uhr spricht Kuratorin Jeannette Brabenetz mit Olaf Wegewitz über sein künstlerisches Schaffen, seine Naturstudien und seine Gedanken zum Spannungsverhältnis von Mensch, Natur und öffentlichem Raum.
Zum Künstler
1949 in Schönebeck geboren, absolvierte Olaf Wegewitz zunächst eine Ausbildung als Traktorenschlosser. In Leipzig nahm er Malereiunterricht bei Prof. Hans Schulze und in den Malateliers der Nichtstaatskünstler. Seither erweitert er das Spektrum seiner künstlerischen Techniken unentwegt. Bis heute bearbeitet er ein 5 Hektar großes Areal mit Streuobstbeständen und hat eine Vielzahl von Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert. Seit 1981 lebt Olaf Wegewitz in Huy-Neinstedt.

 

 

Verkostung: Elixir Bar

Mit der australischen Künstlerin Janet Laurence

Ein Abend voller Alchemie und erlesener Drinks aus heimischen Gewächsen – so lässt sich die Elixir Bar von Janet Laurence wohl am besten beschreiben. Gemeinsam mit der naturverbundenen Künstlerin laden wir BesucherInnen am 6. April 2017 ein, die Aromen und Anekdoten der Pflanzenwelt mit allen Sinnen zu erforschen.
Erstmals zur Echigo Tsumari Arts Triennale in Japan präsentiert, können Gäste an diesem Abend Drinks verkosten, die von Janet Laurence eigenhändig aus regionalen Zutaten zubereitet werden - und sich bei dieser Gelegenheit auch mit der Künstlerin zu ihren vielfältigen Projekten und Experimenten austauschen.

 

 

Zur Künstlerin:

Janet Laurence wurde 1947 in Sydney geboren, wo sie lebt und arbeitet. Als Bildhauerin nutzt sie unterschiedliche Medien in ihren Installationen. Sie arbeitet ortsspezifisch und häufig in Kooperation mit Architekten, Landschaftsarchitekten und Naturwissenschaftlern.

 

 

Vortrag: (Wieder-)Entdeckungen im Kunstarchiv Beeskow

Ein Vortrag mit Dr. Angelika Weißbach

Angelika Weißbach zur Eröffnung des ZKR im September 2016, (Foto: Frank Sperling)
Über 20.000 Objekte beherbergt das Kunstarchiv Beeskow heute. Der weit größte Teil gehörte vor 1989 den Parteien, Organisationen und Staatsorganen der DDR und war in öffentlichen Erholungsheimen, Geschäftsstellen und Gästehäusern zu finden. Angelika Weißbach hat sich bereits in verschiedenen Projekten dem kulturellen Erbe der DDR gewidmet und ist seit 2015 am Kunstarchiv Beeskow tätig. Am 9. Februar gab sie im ZKR Einblick hinter die Kulissen und in den reichen Bestand des Archivs.

Der Vortrag wurde organisiert von der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf und der Stiftung OST-WEST-BEGEGNUNGSSTÄTTE Schloss Biesdorf e.V.

 

 

Artist Talk: California Dreaming

Ein L.A. Abend mit Martin Kaltwasser
Ein Jahr lang lebten Martin Kaltwasser und Folke Köbberling

???? in Los Angeles und erforschten die utopischen Momente der kalifornischen Mega City. Dem Ideal der "Großen Freiheit" stehe dort die Lebensaufgabe gegenüber, sich ein angemessenes Einfamilienhaus zu kaufen. Daher werde auch der letzte Quadratmeter für den Häuserbau genutzt. Mut zum Risiko und amerikanische Zuversicht zeigten sich wiederum darin, wieviele Häuser an Abhängen und Klippen der von
Erdbeben bedrohten Stadt stehen.
Natürlich prägen typisch amerikanische Highways das Stadtbild – ebenso wie den Alltag der Bewohner: „Man lebt selbstverständlich mit dem Auto, wie man mit dem Stau lebt.“ So wurde der Künstlerfamilie, die ausschließlich das Fahrrad in der Stadt nutzte, mit einer "Mischung aus Skepsis und Mitgefühl" begegnet. Autofreie Sonntage und eine wachsenende Fahrradbewegung seien in der sprichwörtlichen Autotsadt neue Entwicklungen, berichtete Kaltwasser. Denn gerade durch seine breiten Boulevards und symmetrischen Straßen sei Los Angeles eigentlich „die perfekte Fahrradstadt“.

 

 

Artist Talk: Fremdsein als Identität 

Gespräch mit Nuria Quevedo

Am 8. Dezember waren die Künstlerin Nuria Quevedo und die Kuratorin Angelika Weißbach vom Kunstarchiv Beeskow zum Künstlergespräch bei uns zu Gast.

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Die in Barcelona geborene Künstlerin erinnerte sich an ihre Zeit als junge katalanische Einwanderin in der DDR: „Ost-Berlin war ein Schock, aber auch ein Abenteuer. Nicht der Ort, sondern die Stimmung der Menschen im Nachkriegs-Berlin waren für mich schwierig zu erfassen.“ So erfand die Künstlerin eine zweite, fiktive Persönlichkeit, die sich nicht zuletzt aus ebenjener Exil-Erfahrung speiste: „Die Frage, was aus mir geworden wäre, wenn ich nicht in die DDR gekommen wäre und die unscharfen Gefühle, die ich mit diesem anderen möglichen Leben verband, haben mich stets begleitet.“
Heute fühle sich Quevedo gleichermaßen „katalanisch, spanisch und deutsch.“

 

 

Artist Talk: Zur Choreographie von Landschaft 

Gespräch mit mit atelier le balto

Bei unserem Artist Talk am 17. November haben atelier le balto ihre Gedanken und Projekte „zur Choreographie von Landschaft“ mit den Gästen im ZKR geteilt.

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Dem Kollektiv aus Landschaftsarchitekten und Künstlern gelingt es durch minimale Eingriffe immer wieder, verborgene Schönheiten der Natur herauszuarbeiten. Im offenen Gespräch wurde anschließend sowohl die Bedeutung des einzelnen Moments für das individuelle Naturerlebnis erörtert, als auch die besondere Herausforderung, eine sich ständig verändernde Landschaft zu gestalten. Denn ganz „fertig“ wird ein Garten nie – doch ist es ebendieser Reiz des Unvollendeten, den sich atelier le balto in ihrer Arbeit zu eigen machen.
Aktuell realisiert atelier le balto das Areal für den IGA-Campus auf der IGA Berlin 2017.