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Aktuelle Veranstaltungen

 

 


Künstlerinnenführung: Zwischen Räumen

Mit Ursula Strozynski und Dr. Angelika Weißbach

Ursula Strozynski und Dr. Angelika Weißbach zur Eröffnung der Ausstellung Zwischen Räumen, Foto: Frank Sperling 2017

Die Berliner Grafikerin Ursula Strozynski bietet eine sehr persönliche Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen an, auf in der auch ihre eigenen Arbeiten zu sehen sind. Dabei interessiert sich Strozynski weniger für die biographischen oder historischen Hintergründe der einzelnen Positionen, sondern vor allem für die gezeigten Werke selbst. Besucherinnen sind eingeladen, während des gemeinsamen Rundgangs mit ihr und der Kuratorin Dr. Angelika Weißbach Details zu entdecken, Fragen aufzuwerfen und Geschichten zu erzählen. Man darf gespannt sein, wie sich die Künstlerin den radikalen Aktionen des New Yorkers Gordon Matta-Clark und den Zeichnungen, Fotos und Installationen ihrer Berliner KollegInnen nähert.

Über die Künstlerin: Ursula Strozynski kam 1954 in Dingelstädt, Thüringen, zur Welt und studierte in Dresden Architektur. 1976 kam sie nach Berlin, wo sie ein Jahr später begann als freie Grafikerin und Malerin zu arbeiten. Seit 1988 lebt und arbeitet sie in Berlin-Pankow.

Samstag, 12. August 2017 | 15 Uhr
Kombiticket Führung und Ausstellung 6 €

 

 

 

Lange Nacht der Museen: ANSPIEL

Ein Blick hinter die Kulissen mit Seraphina Lenz und Expressführungen

Seraphina Lenz : ANSPIEL: Probe 2017

ANSPIEL von Seraphina Lenz setzt das Verhältnis der BürgerInnen in Marzahn-Hellersdorf zur Internationalen Gartenausstellung IGA Berlin 2017 in Szene. Wie denken Menschen über diese Veränderung ihrer Umgebung? Spielerisch werden Möglichkeiten des öffentlichen (Aus-)Handelns vorgeschlagen und das Stadtbild einbezogen: ob als Plattenbau, englisches Cottage oder Seilbahnkabine. Zur Museumsnacht können BesucherInnen Geschichten der Mitspielenden erfahren, Filme anschauen oder selbst aktiv werden. ANSPIEL - Ein Blick hinter die Kulissen mit Seraphina Lenz ist Teil der Reihe IGA-Kunst im ZKR.

Zusätzlich werden an diesem Abend Expressführungen (Länge ca. 20 Minuten) durch die Ausstellung Zwischen Räumen angeboten.

Samstag, 19. August 2017 | 18 - 02 Uhr
Eintritt nur mit dem Ticket zur Langen Nacht der Museen möglich
Eintritt 18 €, ermäßigt 12 €

 

 

Kuratorenführung: Zwischen Räumen

Führung mit José Delano in englischer Sprache

In seiner Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen stellt der Kurator José Delano das Schaffen des New Yorker Künstler Gordon Matta-Clark vor und zeigt dessen Bezüge zu den unterschiedlichen Künstlerpositionen der Ausstellung auf.
Zur Ausstellung: Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen sind ihm eingeschrieben? In der Ausstellung Zwischen Räumen setzen sich 15 KünstlerInnen mit Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüchen auseinander. Auf künstlerische Weise eignen sie sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen. Mehr Informationen...

Sonntag, 20. August | 11 Uhr
Teilnahme 8 Euro, inkl. Eintritt zur Ausstellung

 

IGA-Kunst im ZKR #3: Durchleuchtung / Learning from Gordon Matta-Clark

Artist Talk mit Martin Kaltwasser

Martin Kaltwasser zum Kunstrundgang der IGA Berlin 2017, Foto: Frank Sperling, 2017
Leben und Werk des New Yorker Künstlers Gordon Matta-Clark (1943-1978) sind für Martin Kaltwasser bis heute wichtige Inspirationsquellen. Der Umgang mit leerstehenden Gebäuden und vorgefundenen Materialien ist für Kaltwassers künstlerisches Werk ebenso bezeichnend, wie eine Arbeitsweise abseits der Kunstinstitutionen, die vielmehr den Prozess als ein vollendetes Werk betont. Im Rahmen der Ausstellung „Hausbrand“ im Jahr 1996 widmete sich Kaltwasser einem Haus in der ehemaligen Textilindustriestadt Lichtenstein, das ebenso wie viele andere Gebäude zum Abriss vorgesehen war. Sein Plan war klar: Learning from Gordon Matta-Clark. Im Laufe seiner mehrtägigen Arbeit an und in dem Haus machte der Künstler jedoch einen überraschenden Fund, der das gesamte Projekt urplötzlich in ein neues Licht stellte. In unserem Artist Talk zeigt Martin Kaltwasser erstmals öffentlich Fotos seines Werkes „Durchleuchtung“ und wird im Laufe des Abends auch das Geheimnis um jene folgenreiche Entdeckung lüften.

Über den Künstler: Martin Kaltwasser, geb. 1965 in Münster, lebt in Berlin. Er arbeitet als Künstler und Architekt solo und kollaborativ vor allem im öffentlichen Raum an Projekten, die sich kritisch mit Formen des Konsums, der Verschwendung von Ressourcen und Mobilität auseinandersetzen. Dabei verwendet er sehr häufig gefundene Materialien für seine skulpturalen Interventionen.

Samstag, 26. August | 15 Uhr
Eintritt 3 € / Kombiticket Artist Talk und Ausstellung 6 €

 

Ferienprogramm: Sommer-Workshops für Kinder und Jugendliche

Jugend im Museum 23. - 25. August 2017

Markus Spiske, kein Titel, Quelle: unsplash.com
Markus Spiske, kein Titel, Quelle: unsplash.com
Während der Sommerferien erobert der Nachwuchs gleich zweimal das ZKR und den Schlosspark. Beim Jugend im Museum-Workshop vom 23. – 25. August 2017 besuchen die Teilnehmenden unsere Ausstellung, untersuchen die Pflanzenwelt im Park und erwecken diese mithilfe digitaler Filmtechnik zum Leben.
Teilnahmegebühr: 54 Euro
Anmeldung via E-Mail: info@jugend-im-museum.de

 

 

Open Air Kunsttage mit der Jugendkunstschule 28. – 30. August 2017

Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern der Jugendkunstschule können Kinder und Jugendliche Schloss Biesdorf und den Park (neu) entdecken.
Jeden Tag werden von 10- 13 Uhr parallel 6 kostenfreie Workshops angeboten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist:

  1. Collage/Decollage: Nach einem Ausstellungsbesuch im Schloss werden die Eindrücke reflektiert und Ideen für eigene Fotos entwickelt und umgesetzt. Danach geht es ans Bearbeiten, Zerschneiden und neu Komponieren. Leitung: Stefan Bast
  2. Bewegte Installationen: Hier schaffen wir Architekturen aus Papier und Pappmaché, die später als Mobilés im Park installiert werden können. Leitung: Sandra Schmidt
  3. Druckgrafik: Traditioneller Hochdruck mit ungewöhnlichen Materialien. Überraschungen garantiert! Leitung: Jan Gasser
  4. Street-Art mit Stencils: Es wird gesprayed durch Architektur und Raum. Leitung: Thomas Theus
  5. Performance: Nach einem Ausstellungsbesuch wird erprobt, wie sogar der eigene Körper zu einer Art Architektur werden kann. Leitung:  Carla Morera Cruzate
  6. Tanz und Schauspiel: Tänzerisch werden zur Musik Schloss und Park erobert – so entsteht ein ausdrucksvolles Körpertheater. Leitung: Maike Bartz

    Für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen, jeweils 10-13 Uhr .

    Das Angebot ist kostenfrei; um vorherige Anmeldung via E-Mail wird gebeten unter: jks.berlin.mh@gmail.com


SAVE THE DATE

Sonntag, 3. September | 11 Uhr
Kuratorenführung Zwischen Räumen
Führung mit José Delano
in englischer Sprache

Samstag, 30. September | 15 Uhr
IGA-Kunst im ZKR #4: Subbotnik. Vortrag mit Wurst
Mit Erik Göngrich und Cora Hegewald

Sonntag, 1. Oktober | 15 Uhr
Kuratorinnenführung Zwischen Räumen
Führung mit Nina Mende

 


Vergangene Veranstaltungen

Artist Talk: Architekturen im Verschwinden

Mit Isa Melsheimer

IsaMelsheimer zur Eröffnung der Ausstellung Zwischen Räumen im ZKR, Foto: Frank Sperling 2017

Wie werden Bauwerke über die Zeit verwandelt und umgenutzt? Und inwiefern lassen sich anhand dieser Entwicklungen Zeit und Zeitgeist ablesen?
Die Künstlerin Isa Melsheimer setzt sich immer wieder mit den wechselhaften Schicksalen von Gebäuden und Stadtlandschaften auseinander. In der Ausstellung Zwischen Räumen inszeniert sie mit ihrer Arbeit Kaispeicher A die zukünftige Zerstörung der Hamburger Elbphilarmonie. Der Prestigebau thront heute auf dem ehemaligen Kaispeicher A – ein ehemals modernes Lagergebäude, das seiner ursprünglichen Bestimmung längst enthoben wurde und nun lediglich als Fundament des Konzerthauses dient.
In ihrem Artist Talk Architekturen im Verschwinden wird Isa Melsheimer über die Transformation von Gebäuden sprechen und beleuchten, welche Symbolkraft ihnen als Gradmesser der Zeit innewohnt.

Über die Künstlerin: Isa Melsheimer wurde 1969 in Neuss geboren und studierte an der Universität der Künste Berlin. In ihren Plastiken und Versuchsanordnungen setzt sie sich mit der Gestaltung und Veränderung urbaner Räume und deren Architekturen auseinander. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Donnerstag, 10. August 2017 | 18.30 Uhr
Eintritt 3 € / Kombiticket Artist Talk und Ausstellung 6 €

 

 

IGA-Kunst im ZKR #1: Unkrautabend

Artist Talk with Jeanne van Heeswijk

Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Foto: IGA Berlin 2017
There is no biological definition for Unkraut. A plant is an Unkraut as soon as it is unwanted in a certain place. What does this subjectivity mean? What does it say about what is unwanted in our lives, in society? What are the forms of resistance and resilience of the unwanted?

As the initiator of the IGA art project "Unkrautlabor. A Public Faculty about Resistance" Jeanne van Heeswijk will talk about Unkraut as a metaphor and about communities of resistance. She will open up a forum for a joint discussion on political uncertainties and how to practice resistance.

Special guests of this "Unkrautabend" are De Onkruidenier. They will prepare Unkrautpesto and Unkrautdrinks for the guests and present the hidden qualities of Unkraut.

Jeanne van Heeswijk is a visual artist who creates contexts for interaction in public spaces. Her projects distinguish themselves through a strong social involvement. With her work Van Heeswijk stimulates and develops cultural production and creates new public (meeting-)spaces or remodels existing ones.

Donnerstag, 27. Juli | 19 Uhr
Eintritt 3 Euro
Kombiticket Veranstaltung und Ausstellung 6 Euro

 Artist Talk: Urbane Archäologie

Andrea Pichl im Gespräch mit Christian Hiller

Andrea Pichl: Bau auf, bau auf, 2010-2017, Farbfotografien
Andrea Pichl: Bau auf, bau auf, 2010-2017, Farbfotografien
Die Arbeiten der Berliner Künstlerin Andrea Pichl bilden in der Ausstellung Zwischen Räumen einen zentralen zeitgenössischen Verbindungsknoten zwischen dem Werk von Gordon Matta-Clark und der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Stadtraum Ost-Berlins.
In ihrem Fokus stehen Architekturen aus Ost und West, wie Regierungsgebäude, Massenwohnungsbau und öffentliche Orte, die repräsentativ für die politischen Systeme, ihre Visionen und Widersprüche stehen. Als ein Ausgangspunkt dient Pichl ihr stetig wachsendes Fotoarchiv von Plattenbauten und öffentlichen Plätzen der ehemaligen DDR, aber auch westlicher Großstädte wie London, Paris, New York oder Dublin. Hierbei interessiert sie weniger die dahinterliegende Ideologie selbst als vielmehr die Kuriositäten, die ihren Umsetzungen in Architektur und Städtebau entspringen.

Im Gespräch mit dem Kurator Christian Hiller stellt Pichl ihre Arbeitsweisen vor und gibt Einblicke, wie sie sich gesellschaftlichen Ordnungen im Sinner einer urbanen Archäologie annähert.

Donnerstag, 20. Juli 2017 | 18.30 Uhr
Eintritt 3 Euro
Kombiticket Veranstaltung und Ausstellung 6 Euro

Kuratorinnenführung Zwischen Räumen

Führung mit Nina Mende (ZKR)

Nina Mende zur Eröffnung der Ausstellung Zwischen Räumen, 2017, Foto: Frank Sperling
In ihrer Führung durch die Ausstellung Zwischen Räumen stellt die Kuratorin Nina Mende (ZKR) die unterschiedlichen Künstlerpositionen vor und nimmt dabei insbesondere das Zusammenspiel der jungen ZeitgenossInnen mit den radikalen Werken Gordon Matta-Clarks in den Blick.
Zur Ausstellung: Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen sind ihm eingeschrieben? In der Ausstellung Zwischen Räumen setzen sich 15 KünstlerInnen mit Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüchen auseinander. Auf künstlerische Weise eignen sie sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen. Mehr Informationen...

 Sonntag, 23. Juli | 15 Uhr
Teilnahme 8 Euro, inkl. Eintritt zur Ausstellung

 

Lecture: Arch+ features Zwischen Räumen

Ein Vortrag von Mark Wigley zu Gordon Matta-Clarks Anarchitecture

Gordon Matta-Clark, Splitting, 1974 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / The Estate of Gordon Matta-Clark
Gordon Matta-Clark, Splitting, 1974 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / The Estate of Gordon Matta-Clark
Im Frühjahr 1974 zerschnitt der New Yorker Architekt und Künstler Gordon Matta-Clark ein Einfamilienhaus mit der Kettensäge in zwei Teile. Wie bei einer chirurgischen Autopsie, legte er das Innere des Gebäudes frei und verwandelte so auf verstörende Weise die Wahrnehmung des vormals behaglichen Eigenheims. Die Künstlerin Laurie Anderson bezeichnete diesen Eingriff als ‚Anarchitecture‘. Mit Matta-Clark sowie weiteren Künstlern und Architekten bildete sie die gleichnamige Gruppe Anarchitecture, die mit ihrer Ausstellung im Jahr 1974 zu einem Mythos geworden ist. Überliefert sind eine Einladungskarte und ein paar Fotos. Sie zeigen zerstörte Häuser, Straßenkreuzungen, einen entgleisten Zug und ein Haus auf einem Boot. Programmatische Ausgangspunkte für das Werk von Gordon Matta-Clark ist sein Ansatz, die Grenzen der Architektur und des öffentlichen Raums zu dekonstruieren.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Über Mark Wigley:  Mark Wigley ist Professor und Dean emeritus der Columbia GSAPP. Mit Beatriz Colomina kuratierte er die Istanbul Design Biennial 2016. Er forscht seit vielen Jahren zu Gordon Matta-Clark. In einer forensischen Spurensuche analysiert er Anarchitecture, das Œuvre von Gordon Matta-Clark und das Wesen der Architektur.

Sonntag, 16. Juli 2017 | 15 Uhr
Eintritt frei

Anschließend ARCH+ Sommerfest mit einem Act des Rappers Jan Kage ab 16:30 Uhr

 

Die Kunst der Politik

Ein Abend über den Biesdorfer Maler und Kulturpolitiker Otto Nagel

Otto Nagel, Bundesarchiv Bild, Erstellt: 1950
Otto Nagel, Bundesarchiv Bild, Erstellt: 1950
Otto Nagel lebte bis zu seinem Tode am 12. Juli 1967 in Berlin-Biesdorf. Zu seinen 50. Todestag widmen das ZKR und das Kulturamt des Bezirks Marzahn-Hellersdorf dem Maler und Kulturpolitiker eine Sonderveranstaltung.

Wolfgang Brauers Vortrag Hochgeehrt und kaltgestellt. Otto Nagels Biesdorfer Jahre sowie der von Mathias J. Blochwitz eingeführte Dokumentarfilm  ... als ob es gestern war. Walli Nagel betrachtet ihr Leben von Wolfgang Dietzel bieten Gelegenheit, die Person Otto Nagel und seine Frau Walli von einer ganz persönlichen Seite kennenzulernen.


Mittwoch, 12. Juli 2017 | 18 – 21 Uhr

Eintritt frei

 

Ausstellungsrundgang: Tracing Utopia

Mit deutsch-chinesischen Nachwuchskuratoren auf den Spuren utopischen Denkens

Hausansicht Shanghai, Tracing Utopia, IKM 2017, Foto: Angelika Diegel
Jeweils sechs junge Nachwuchskuratoren und -kuratorinnen aus Deutschland und China inszenieren im ZKR einen gemeinsamen Kunstparcours zum Thema Utopie. Inspiriert durch die kuratorische Arbeit der documenta in Kassel und der Skulptur Projekte in Münster entstehen eine temporäre Ausstellung im ZKR nebst verschiedenen Performances im Außenraum, darunter eine ornithologische Führung durch den Schlosspark. Tracing Utopia untersucht utopisches Denken mit künstlerischen Mitteln und wird in der Kunststiftung Starke in Berlin-Grunewald sowie im ZKR und dem angrenzenden Schlosspark präsentiert.

Ein Projekt des Instituts für Kultur- und Medienmanagement (IKM) der Freien Universität Berlin und der Central Academy of Fine Arts (CAFA), Beijing in Kooperation mit dem ZKR.

Mit freundlicher Unterstützung von Stromnetz Berlin

Künstlerpositionen: Dominik Annies, Chen Baiyi, Janosch Becker, Florian Birk, Juan Blanco, Felipe Duarte, Shi Fu, Philipp Hainke, Lisa Herzog, Fangling Huang, Qin Lingsen, Luo Qiang, Li Quing, Ana Esteve Reig, Natalia Irina Roman, Liu Shihao, André Stache, Deo Gisa Brian Senyondo, Annika Stoll, Daniel Theis, Sabine Maria Voltz, Victoria Wald, Tao Xia, Yan Xiang, Ligeng Zhang

Donnerstag, 06. Juli 2017 | 16 - 22 Uhr
Grußwort und Einführung: 19 Uhr
Schlosspark Biesdorf
Eintritt frei  

 

Performance: Schwarze Kanäle

Mit Else Gabriel und Studierenden der Weißensee Kunsthochschule Berlin

William S. Burroughs, "Towers Open Fire", Collage Prof. Else Gabriel
Ihre Inspirationsquellen reichen von der propagandistischen DDR-Fernsehsendung Der Schwarze Kanal mit Karl-Eduard von Schnitzler über die Mechanismen der Stillen Post bis zu den Regenrohren  von Schloss Biesdorf: In einer mehrtägigen Raumstudie und begleitenden Feldforschungen erkunden die Künstlerin und Professorin Else Gabriel und Studierende der Weißensee Kunsthochschule Berlin das ZKR und die Ausstellung Zwischen Räumen sowie den umliegenden Park. Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse präsentieren die Studierenden in Form der Performance „Schwarze Kanäle“ am Samstag, den 10. Juni ab 15 Uhr. Minimalinvasive Eingriffe treffen auf eine klassizistische Turmvilla, einen historischen Schlosspark und den umliegenden Stadtraum. Die erste Uraufführung im ZKR!

Samstag, 10. Juni 2017 | 15 Uhr
Eintritt frei

 

Kuratorenführung: Zwischen Räumen

Führung mit Katja Aßmann (ZKR) und Dr. Angelika Weißbach (Kunstarchiv Beeskow)

 

Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen und Machtgefüge sind ihm eingeschrieben? Und mit welchen künstlerischen Mitteln können sie sichtbar gemacht oder überwunden werden?

In der Ausstellung Zwischen Räumen beleuchten 15 KünstlerInnen Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüche. Die Ausstellung setzt Werke von Gordon Matta-Clark und Sichten auf den Stadtraum Ost-Berlins in einen Dialog mit aktuellen Positionen. Vom New York der 1970er Jahre, über Ost-Berlin in den 1980ern bis hin zum globalen Dorf der Gegenwart vereint die Schau unterschiedliche Bezugsräume – und bewegt sich damit selbst „wwischen Räumen“. Die gezeigten KünstlerInnen eignen sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen.

Am Sonntag, den 11 Juni um 11 Uhr führen die ZKR-Direktorin Katja Aßmann und Dr. Angelika Weißbach vom Kunstarchiv Beeskow gemeinsam durch die Ausstellung.

Künstlerpositionen:

Annemirl Bauer (DEU), Sibylle Bergemann (DEU), Simon Faithfull (UK), Antje Fretwurst-Colberg (DEU), Brigitte Fugmann (DEU), raumlaborberlin (DEU), Gordon Matta-Clark (US), Isa Melsheimer (DEU), Sabine Peuckert (DEU), Andrea Pichl (DEU), Marjetica Potrč (SVN), KUNSTrePUBLIK (DEU), Tomás Saraceno (ARG), Diana Sirianni (ITA), Ursula Strozynski (DEU)

Sonntag, 11. Juni 2017 | 11 Uhr
Eintritt: 8 Euro inkl. Ausstellungseintritt

 

Diskursives Dinner: FOOD 2017

Eine Reflexion auf Gordon Matta-Clark mit raumlaborberlin und Studierenden der Universität der Künste Berlin

Food 2017 mit Prof. Markus Bader und Studierenden der Universität der Künste Berlin
Gemeinsam mit seiner Freundin Carol Goodden und anderen Künstlern gründete Gordon Matta-Clark 1971 das Restaurant und die gleichnamige Künstler-Kooperative „Food“. Im New York der 1970er wurde Food binnen kurzer Zeit zur Plattform und zum Treffpunkt der Kunstszene, um zu kochen, zu tanzen, zu diskutieren und gemeinsame Aktionen ins Leben zu rufen.
Mit Food 2017 – Kulinarische Leidenschaften und Kunstproduktion lassen raumlaborberlin und Studierende der Universität der Künste Berlin diesen Geist wieder aufleben und laden am 1. Juni 2017 zu einem diskursiven Dinner ins ZKR. Dabei wird das Kochen zur „raumgebenden“ Performance mit GastköchInnen und ReferentInnen der UdK Berlin –unter ihnen die international renommierte Architektin und Künstlerin Marjetica Potrč und das Berliner Künstlerduo Various & Gould. Wir freuen uns über jeden, der mitwirken möchte.

Über das Kollektiv: Seit 1999 arbeitet raumlabor, bestehend aus acht Architekten, in einer kollektiven Netzwerkstruktur zusammen. Ausgehend von Berlin wirken sie an den Schnittstellen zwischen Architektur, Stadtplanung, Kunst und Intervention. In ihren Projekten adressieren sie Raum, Stadt und Stadtumbau als kulturelles Projekt und als Prozess.

Begrenzte Platzzahl. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich: td@zkr-berlin.de

 

Artist Talk: The Soweto Project – or how we became irrelevant

Artist Talk mit Marjetica Potrč und Christian Hiller

Matjetica Potrc: Ubuntu Park All rights reserved by Radoš Vujaklija
Matjetica Potrc: Ubuntu Park All rights reserved by Radoš Vujaklija
Soweto liegt in der Südafrikanischen Metropolregion Johannesburg. Aus dem Zusammenschluss mehrere Township-Siedlungen entstanden, wurde es mit dem „Aufstand von Soweto“ 1976 zum Sinnbild des Widerstands gegen die Apartheid. 2014 entwickelte die slowenische Künstlerin Marjetica Potrč mit Studierenden der HFBK Hamburg ein Projekt im Zentrum von Soweto. Mit „Ubuntu Park“ verwandelten sie eine verwahrloste Mülldeponie in einen gemeinschaftlich organisierten Ort für die Nachbarschaft. Ein öffentlicher Raum, der lange Zeit Symbol staatlich angeordneter Rassentrennung war, wurde so gemeinschaftlich neu gestaltet und genutzt. Bei unserem nächsten Artist Talk „The Soweto Project – or how we became irrelevant“ stellt Marjetica Potrč das Projekt zusammen mit Nuriye Tohermes und Finn Brüggemann aus der Klasse Design for the Living World der HFBK Hochschule für bildende Künste Hamburg im Rahmen der Ausstellung Zwischen Räumen im ZKR vor.

Die Veranstaltung wird von Christian Hiller moderiert und in englischer Sprache stattfinden.

Zur Künstlerin: Marjetica Potrč arbeitet als Künstlerin und Architektin in Ljubljana (Slowenien) und Berlin. Ihr interdisziplinäres künstlerisches Werk umfasst ortsspezifische Arbeiten, soziale Projekte, architektonische Fallstudien und Zeichnungen.

 

Lecture Performance: Buster Keaton & das zweite Gesetz der Thermodynamik

 Lecture Performance mit Simon Faithfull

Links: Buster Keaton, One Week, 1920 (Film Still); Rechts: Gordon Matta-Clark, Splitting, 1974 (Photograph
​ ​Buster Keaton war nicht nur prägender Filmemacher des frühen 20. Jahrhunderts, sondern  auch inspirierender Bildhauer und Performer. In Keatons (Film-) Welten steht der Protagonist einem feindlichen Universum gegenüber, in dem alles Mögliche buchstäblich schiefgeht. Die Betrachter entwickeln Mitgefühl für seinen Figur, die dieser Entropie heldenhaft – aber aussichtlos – die Stirn bietet. Zu den künstlerischen Erben Keatons zählt nicht zuletzt der New Yorker Künstler Gordon Matta Clark. Mit seiner performativen Lesung 'Buster Keaton & The 2nd Law of Thermodynamics' (Buster Keaton und das zweite Gesetz der Thermodynamik) beleuchtet Simon Faithfull die Kräfte der Entropie und ihre künstlerische Rolle sowohl im Werk von Gordon Matta-Clarks als auch in den Filmen von Buster Keaton.

 

Tour: Marzahn-Spaziergang mit Erik Göngrich

Ein künstlerische Erkundung

Die zwei Nachbarbezirke Marzahn und Lichtenberg verbindet mehr als ihre geographische Lage im Osten Berlins. Nach ihrem Verhältnis fragt Erik Göngrich in seinen Stadtspaziergängen: Ist Marzahn die Peripherie von Lichtenberg oder ist Lichtenberg das Zentrum von Marzahn? Wie gehen die Stadtlandschaften beider Bezirke ineinander über – und an welchen Stellen ist der Städtebau bisher lückenhaft? Der Berliner Künstler untersucht den Stadtraum und seine Geschichten, schärft den Blick für scheinbar Gewöhnliches und sucht Möglichkeiten, den urbanen Raum zurückzuerobern. Durch Lichtenberg ist Göngrich bereits spaziert; am Sonntag, den 26. März 2017 lädt er erstmals zum Spaziergang nach Marzahn.

 

Artist Talk: Wem gehört die Natur? 

Mit Olaf Wegewitz und Jeannette Brabenetz

Fragen der Zugehörigkeit und Aneignung von Boden und Natur beschäftigen den Künstler Olaf Wegwitz bereits seit den 1980er Jahren. In seiner Idee „Respektiertes Areal“, zuerst künstlerisch umgesetzt 2006 auf der Halde Beerwalde, fordert er, Bodenflächen aus dem Grundbuch austragen, um sie der Natur zurückzugeben. Wegewitz ersetzt Ökonomie durch Ökologie – und formuliert damit eine Leitidee seines künstlerischen Werks. Wegewitz beobachtet Naturprozesse und studiert naturphilosophische Schriften. Die so gesammelten Erkenntnisse fließen in die „Bucharbeit“ des Künstlers ebenso ein, wie in seine Arbeiten für den öffentlichen Raum.
Bei unserem Artist Talk „Wem gehört die Natur?“ am 30. März 2017 um 19 Uhr spricht Kuratorin Jeannette Brabenetz mit Olaf Wegewitz über sein künstlerisches Schaffen, seine Naturstudien und seine Gedanken zum Spannungsverhältnis von Mensch, Natur und öffentlichem Raum.
Zum Künstler
1949 in Schönebeck geboren, absolvierte Olaf Wegewitz zunächst eine Ausbildung als Traktorenschlosser. In Leipzig nahm er Malereiunterricht bei Prof. Hans Schulze und in den Malateliers der Nichtstaatskünstler. Seither erweitert er das Spektrum seiner künstlerischen Techniken unentwegt. Bis heute bearbeitet er ein 5 Hektar großes Areal mit Streuobstbeständen und hat eine Vielzahl von Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert. Seit 1981 lebt Olaf Wegewitz in Huy-Neinstedt.

 

Verkostung: Elixir Bar

Mit der australischen Künstlerin Janet Laurence

Ein Abend voller Alchemie und erlesener Drinks aus heimischen Gewächsen – so lässt sich die Elixir Bar von Janet Laurence wohl am besten beschreiben. Gemeinsam mit der naturverbundenen Künstlerin laden wir BesucherInnen am 6. April 2017 ein, die Aromen und Anekdoten der Pflanzenwelt mit allen Sinnen zu erforschen.
Erstmals zur Echigo Tsumari Arts Triennale in Japan präsentiert, können Gäste an diesem Abend Drinks verkosten, die von Janet Laurence eigenhändig aus regionalen Zutaten zubereitet werden - und sich bei dieser Gelegenheit auch mit der Künstlerin zu ihren vielfältigen Projekten und Experimenten austauschen.

 

 

Zur Künstlerin:

Janet Laurence wurde 1947 in Sydney geboren, wo sie lebt und arbeitet. Als Bildhauerin nutzt sie unterschiedliche Medien in ihren Installationen. Sie arbeitet ortsspezifisch und häufig in Kooperation mit Architekten, Landschaftsarchitekten und Naturwissenschaftlern.

 

Vortrag: (Wieder-)Entdeckungen im Kunstarchiv Beeskow

Ein Vortrag mit Dr. Angelika Weißbach

Angelika Weißbach zur Eröffnung des ZKR im September 2016, (Foto: Frank Sperling)
Über 20.000 Objekte beherbergt das Kunstarchiv Beeskow heute. Der weit größte Teil gehörte vor 1989 den Parteien, Organisationen und Staatsorganen der DDR und war in öffentlichen Erholungsheimen, Geschäftsstellen und Gästehäusern zu finden. Angelika Weißbach hat sich bereits in verschiedenen Projekten dem kulturellen Erbe der DDR gewidmet und ist seit 2015 am Kunstarchiv Beeskow tätig. Am 9. Februar gab sie im ZKR Einblick hinter die Kulissen und in den reichen Bestand des Archivs.

Der Vortrag wurde organisiert von der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf und der Stiftung OST-WEST-BEGEGNUNGSSTÄTTE Schloss Biesdorf e.V.

 

Artist Talk: California Dreaming

Ein L.A. Abend mit Martin Kaltwasser
Ein Jahr lang lebten Martin Kaltwasser und Folke Köbberling

???? in Los Angeles und erforschten die utopischen Momente der kalifornischen Mega City. Dem Ideal der "Großen Freiheit" stehe dort die Lebensaufgabe gegenüber, sich ein angemessenes Einfamilienhaus zu kaufen. Daher werde auch der letzte Quadratmeter für den Häuserbau genutzt. Mut zum Risiko und amerikanische Zuversicht zeigten sich wiederum darin, wieviele Häuser an Abhängen und Klippen der von
Erdbeben bedrohten Stadt stehen.
Natürlich prägen typisch amerikanische Highways das Stadtbild – ebenso wie den Alltag der Bewohner: „Man lebt selbstverständlich mit dem Auto, wie man mit dem Stau lebt.“ So wurde der Künstlerfamilie, die ausschließlich das Fahrrad in der Stadt nutzte, mit einer "Mischung aus Skepsis und Mitgefühl" begegnet. Autofreie Sonntage und eine wachsenende Fahrradbewegung seien in der sprichwörtlichen Autotsadt neue Entwicklungen, berichtete Kaltwasser. Denn gerade durch seine breiten Boulevards und symmetrischen Straßen sei Los Angeles eigentlich „die perfekte Fahrradstadt“.

 

Artist Talk: Fremdsein als Identität 

Gespräch mit Nuria Quevedo

Am 8. Dezember waren die Künstlerin Nuria Quevedo und die Kuratorin Angelika Weißbach vom Kunstarchiv Beeskow zum Künstlergespräch bei uns zu Gast.

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Die in Barcelona geborene Künstlerin erinnerte sich an ihre Zeit als junge katalanische Einwanderin in der DDR: „Ost-Berlin war ein Schock, aber auch ein Abenteuer. Nicht der Ort, sondern die Stimmung der Menschen im Nachkriegs-Berlin waren für mich schwierig zu erfassen.“ So erfand die Künstlerin eine zweite, fiktive Persönlichkeit, die sich nicht zuletzt aus ebenjener Exil-Erfahrung speiste: „Die Frage, was aus mir geworden wäre, wenn ich nicht in die DDR gekommen wäre und die unscharfen Gefühle, die ich mit diesem anderen möglichen Leben verband, haben mich stets begleitet.“
Heute fühle sich Quevedo gleichermaßen „katalanisch, spanisch und deutsch.“

 

Artist Talk: Zur Choreographie von Landschaft 

Gespräch mit mit atelier le balto

Bei unserem Artist Talk am 17. November haben atelier le balto ihre Gedanken und Projekte „zur Choreographie von Landschaft“ mit den Gästen im ZKR geteilt.

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Dem Kollektiv aus Landschaftsarchitekten und Künstlern gelingt es durch minimale Eingriffe immer wieder, verborgene Schönheiten der Natur herauszuarbeiten. Im offenen Gespräch wurde anschließend sowohl die Bedeutung des einzelnen Moments für das individuelle Naturerlebnis erörtert, als auch die besondere Herausforderung, eine sich ständig verändernde Landschaft zu gestalten. Denn ganz „fertig“ wird ein Garten nie – doch ist es ebendieser Reiz des Unvollendeten, den sich atelier le balto in ihrer Arbeit zu eigen machen.
Aktuell realisiert atelier le balto das Areal für den IGA-Campus auf der IGA Berlin 2017.