Schloss Biesdorf

Schloss Biesdorf

Vor knapp 150 Jahren errichtete der königliche Baurat Heino Schmieden das Schloss Biesdorf als zweistöckige, klassizistische Turmvilla. Von der Familie Siemens ausgebaut und um einen landschaftlichen Park erweitert, ging das Anwesen in den späten 1920er Jahren schließlich in den Besitz der Stadt Berlin über. Unterschiedliche Nutzungen der Villa (u.a. für den Ausbau von Wohnungen und die Unterbringung einer Polizeidienststelle) hatten Änderungen der Gebäudesubstanz zur Folge und beförderten den bauliche Verfall bis 1945. Nachdem ein Brand das Obergeschoss fast vollständig zerstörte hatte, wurde das Haus zunächst provisorisch repariert und bot als Kreiskulturhaus ab den 1950er Jahren Raum für zahlreiche Veranstaltungen des Bezirks.

Gefördert durch das Land Berlin, durch Mittel der Europäischen Union und von der Lotto Stiftung Berlin finanziell unterstützt, konnte endlich die Restaurierung des Gebäudes in Angriff genommen werden. Nach aufwendigen Planungen und dem denkmalgerechten Wiederaufbau des Obergeschosses eröffnete das ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum im September 2016 in den Räumen von Schloss Biesdorf.

1868– Eine Bildgeschichte zu Schloss Biesdorf, kuratiert von Alexandra Nehmer und Christian Hiller, illustiert von Laleh Torabi
1868– Eine Bildgeschichte zu Schloss Biesdorf, kuratiert von Alexandra Nehmer und Christian Hiller, illustiert von Laleh Torabi

1868–
Eine Bildgeschichte zu Schloss Biesdorf

2016 erstrahlt das Schloss Biesdorf im alten Glanz – als wäre es nie anders gewesen. Aber was ist hier passiert? Wer hat hier gelebt, gedient, geforscht, vernichtet und gefeiert?
Die Künstlerin Laleh Torabi, die Kulturwissenschaftlerin Alexandra Nehmer und der Medienwissenschaftler Christian Hiller haben sich auf Spurensuche begeben, um die Geschichte des Ortes anhand von Archivmaterial zu rekonstruieren. So erobern sich vergangene Ereignisse ihren Raum, zeichnen sich auf Wänden ab und illustrieren Schwarz auf Weiß die Geschichten des Schlosses.
Archivnotizen bilden den Ausgangspunkt der Zeichnungen. Doch die bewegte Vergangenheit des Hauses wird nicht als Faktum abgebildet, sondern materialisiert sich als Phantasma. Aus der (Re-)konstruktion der Ereignisse eröffnet sich der Blick in eine Zukunft...