Aktivitäten

Aktivitäten

Angebote im Spreepark 2020

In diesem Jahr bieten wir unsere künstlerischen Workshops im Spreepark Labor – gemäß den aktuellen Hygienevorgaben –  in deutlich kleineren Gruppen an. Einige wenige Restplätze sind aber noch frei. Wenn ihr dabei sein wollt, schaut einfach direkt auf die neue Spreepark Website

Jahresrückblick 2019

Fast ein Jahr ist es her, dass uns über 40.000 Besucher*innen zu den „Tagen des offenen Spreeparks“ im September 2019 besucht haben. Die schönsten Momente haben wir für euch in diesem Film festgehalten:

Ob in “Oral Histories” die Punkszene der DDR lebendig wird, tänzerische Bewegungen für neue räumliche Wahrnehmungen sorgen oder gemeinsam mit Zirkusartist*innen statische Gesetze am eigenen Körper erfahrbar werden – 2019 stand für das ZKR ganz im Zeichen der künstlerischen Forschung und interaktiven Erkundung des Spreeparks.


Workshops und künstlerische Forschung

Während die Planungen für den Spreepark als ein Park für Kunst, Kultur und Natur in vollem Gange sind, erprobt das ZKR in einer mehrjährigen Laborphase innovative Bildungs- und Vermittlungsformate mit künstlerischen Mitteln. In Jahr 2019 hat das ZKR Berliner Künstler*innen und Kulturschaffende dazu eingeladen, sich der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Spreeparks auf ganz besondere Weise zu nähern. In experimentellen Workshop-Formaten unter Einbeziehung unterschiedlicher Disziplinen konnten überraschende Einblicke und Erkenntnisse gewonnen werden. In rund 40 Workshops hatten Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, Teil dieser kreativen, experimentellen Forschung zu werden und mehr über den Park und die Themen Kunst, Kultur und Natur zu erfahren. Neben jeder Menge Spaß konnte das vielfältige Programm dazu beitragen, reichhaltige Erkenntnisse zur Geschichte des Parks offenzulegen. Gleichzeitig erarbeiteten die beteiligten Künstler*innen und Teilnehmer*innen wertvolle Hinweise und Ideen für die Ausgestaltung zukünftiger Vermittlungsangebote.

Ella Ziegler erprobte mit Artisten des Artisten des Circus Schatzinsel statische Phänomene (Foto: Frank Sperling, 2019)


Kreative Inseln bei den Tagen des offenen Spreeparks

Mehr als 40.000 Besucher*innen nutzen die Gelegenheit, den ehemaligen Vergnügungspark an den Tagen des offenen Spreeparks am 14. und 15. September zu besuchen. Am Sonntag gab das ZKR einen Einblick in die inhaltliche Arbeit zu den Leitbildthemen Kunst, Kultur und Natur sowie in die künstlerischen Aktivitäten vor Ort. In der vom raumlaborberlin entwickelten Spreepark-Soapbox tauschten sich Künstler*innen und Besucher*innen unter anderem zu Themen wie Kunst und Inklusion, Urbane Erzählungen, dem Mehrwert künstlerischer Arbeitsweisen als Teil von Stadtplanung sowie zu unterschiedlichen Konzepten von Künstlerresidenzen aus. Zudem präsentierten die Künstler*innen des diesjährigen Workshop-Programms ihre Ergebnisse und boten den Besucher*innen die Gelegenheit, ihre künstlerischen Forschungen live zu erleben:

Moviemiento präsentierte die in ihren Workshops entstandenen Stopp-Motion-Filme und gab praktische Einblicke in die Produktion. Ursula Maria Berzborn, Tom Mustroph und Hanna Zimmermann füllten ihr Schwan-förmiges Erinnerungsmobil mit einem multimedialen Archiv aus persönlichen Erinnerungen von Zeitzeug*innen des früheren Parkbetriebs. Alexis Goertz (Edible Alchemy) öffnete ihre Bacteria Bar und erläuterte nebenbei die Zutaten ihrer ungewöhnlichen pflanzlichen Getränke. Gernot Wieland lud zur Schreibwerkstatt ein und zeigte die in den Workshops entstandenen Kartoffeldrucke. Ella Ziegler und die Artist*innen des Circus Schatzinsel spürten mit den Besucher*innen die statischen Phänomene der Fahrgeschäfte am eigenen Körper nach, während Sabine Zahn Interessierte einlud, sich den Park über ungewohnte Bewegungsabläufe und damit neu gewonnene Perspektiven zu erschließen. Hans Winkler wiederum gab Einblick in sein Audio-Archiv zur „Oral History“ des Parks.

Zwei Beiträge widmeten sich der Wahrnehmung des Parks aus Sicht von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Mit Hilfe von Gebärdenpoesie erforschten Kulturspreepark e.V. in ihren Workshops zusammen mit Schüler*innen mit und ohne Hörbeeinträchtigung besondere Orte im Park und die hier schlummernden Geschichten. Lukas Matthaei und Sebastian Quack konzipierten in Ko-Autorschaft mit Menschen, die aufgrund einer besonderen körperlichen oder geistigen Eigenheit über eine andere Wahrnehmung verfügen, alternative Attraktionen für ein Vergnügen abseits normierter Bedürfnisse. Besucher*innen konnten sich beispielsweise auf einem Bett liegend mit VR-Brille durch den Park rollen lassen und so die Kontrolle abgeben, oder mit selbst-gestalteten Rollstühlen einen Parcours fahren.

Alternative Attraktionen, entwickelt von unterschiedlichen Gestalter*innen mit Lukas Matthaei & Sebastian Quack (Foto: Frank Sperling, 2019)

Zwischenergebnisse weiter nutzen

Im Jahr 2020 werden einige Künstler*innen ihre Forschung weiterführen und vertiefen: Ausgehend von den in diesem Jahr erarbeiteten Inhalten und Fragestellungen werden sie unterschiedliche Workshop-Formate entwickeln. In rund 50 Workshops wird der Spreepark als geschichtlicher, ökologischer, architektonischer, gesellschaftlicher oder narrativer Raum untersucht. Die Teilnehmenden werden eingeladen, sich dem Park auf unterschiedlichen Ebenen zu nähern: durch Zeichnung, Skulptur oder Film, über Raum-, Natur- oder Körpererfahrung, Geschmack, Geschichte(n) oder Erinnerung.

Ziel und Herausforderung der unterschiedlichen Workshops dieser Laborphase ist es, für den künftigen Spreepark innovative Formate von Bildungs- und Vermittlungsangeboten auszuprobieren. Die Fragen hierfür werden dem ZKR sowie den kooperierenden Künstler*innen auch im neuen Jahr nicht ausgehen – und wir freuen uns, wenn Sie an diesen spannenden Erkundungen mitwirken und teilhaben! Wie das geht – erfahren Sie in Kürze auf unserer Website.

>> Weiterlesen:Projekte des ZKR im Jahr 2019

>> Weiterlesen:Projekte des ZKR im Jahr 2018

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